Helgoland-Fähre Funny Girl nach Havarie außer Betrieb

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Technische Probleme stoppen die Funny Girl vor Helgoland

Die Helgoland-Fähre Funny Girl ist nach technischen Problemen vor der Nordseeinsel Helgoland außer Betrieb. Das Seebäderschiff war am Samstagmorgen von Büsum nach Helgoland gestartet und geriet kurz vor dem Ziel in Schwierigkeiten. Nach Angaben der Seenotretter meldete die Besatzung gegen 12.45 Uhr technische Probleme. Das gut 68 Meter lange Schiff trieb anschließend manövrierunfähig östlich von Helgoland. An Bord befanden sich rund 70 Menschen. Verletzt wurde nach den vorliegenden Angaben niemand.

Seenotretter sichern das manövrierunfähige Schiff

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger koordinierte den Einsatz über die Rettungsleitstelle See in Bremen. Der Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede lief aus Helgoland aus und nahm die Funny Girl zunächst auf den Haken, um das Schiff zu sichern. Zusätzlich waren weitere Einheiten in der Nähe. Die Lage war auch deshalb anspruchsvoll, weil auf der Nordsee westlicher Wind mit bis zu sieben Beaufort herrschte. Zudem wurde Seegang von bis zu drei Metern erwartet. Eine chronisch kranke Passagierin benötigte möglicherweise medizinische Hilfe, weshalb der Schleppverband weiter begleitet wurde.

Schleppzug bringt die Funny Girl nach Cuxhaven

Ein Anlegen auf Helgoland war zunächst nicht möglich. Deshalb wurde entschieden, die Funny Girl nach Cuxhaven zu bringen. Der Bergungsschlepper Nordic übernahm den Havaristen zunächst mit Ziel Außenelbe-Reede. Anschließend sollte der beauftragte Schlepper Wulf IV das Seebäderschiff weiter in den Hafen bringen. Am späten Samstagabend erreichte die Funny Girl sicher Cuxhaven. Dort soll das Schiff technisch untersucht werden. Die genaue Ursache des Defekts blieb zunächst offen.

Keine Verletzten nach stundenlangem Einsatz

Nach Angaben des NDR kam das havarierte Schiff am späten Samstagabend mit 69 Menschen an Bord in Cuxhaven an. Die Feuerwehr berichtete demnach, dass niemand verletzt worden sei. Vorsorglich war ein Rettungswagen am Anleger bereitgestellt worden. Die Menschen an Bord mussten über viele Stunden auf dem Schiff bleiben, bevor sie an Land gehen konnten. Für die betroffenen Fahrgäste organisierte die Reederei nach eigenen Angaben die Weiterreise beziehungsweise Rückreise.

Fahrten von und nach Büsum fallen aus

Die Reederei Adler & Eils hat die Fahrten mit der MS Funny Girl von und nach Helgoland ab Büsum für Sonntag, den 14. Juni, und Montag, den 15. Juni 2026, abgesagt. Grund seien technische Probleme. Bereits gebuchte Tickets werden storniert und erstattet. Online gekaufte Tickets sollen automatisch auf das bei der Buchung verwendete Zahlungsmittel zurückerstattet werden. Für Fahrgäste, die ihre Tickets über eine Verkaufsstelle gekauft haben, verweist die Reederei auf die jeweilige Vorverkaufsstelle.

Ersatzlösungen für betroffene Fahrgäste

Für Reisende, die am Samstag von Helgoland zurückfahren wollten, wurde eine Ersatzlösung eingerichtet. Nach Angaben der Reederei übernahm die MS Helgoland die Rückfahrt der ausgefallenen Funny Girl. Die Fahrt führte über Cuxhaven. Von dort brachte die Fair Lady Fahrgäste weiter nach Büsum. Reservierte Fahrkarten wurden nach Angaben von Adler & Eils automatisch gelöscht. Betroffene Fahrgäste müssen neu buchen, wenn sie eine spätere Fahrt antreten wollen.

Unklar bleibt die Wiederaufnahme des Betriebs

Wann die Funny Girl wieder regulär auf der Verbindung Büsum und Helgoland eingesetzt werden kann, blieb zunächst offen. Entscheidend dürfte die technische Untersuchung in Cuxhaven sein. Für Ausflügler und Urlauber ist die Verbindung besonders in der Sommersaison relevant, weil das Schiff zwischen April und Oktober für Tagesfahrten nach Helgoland vorgesehen ist. Die Havarie hat damit unmittelbare Folgen für den Wochenend- und Wochenstartverkehr auf der Strecke.

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