
Der Fußball-Großeinsatz Gelsenkirchen hat die Polizei am Samstag, 2. Mai 2026, mit mehreren hundert Einsatzkräften gefordert. Anlass war das Spiel des FC Schalke 04 gegen Fortuna Düsseldorf, nach dem der Aufstieg der Schalker feststand. Nach Angaben der Polizei feierten viele tausend Fans in der Stadt. Insgesamt bewertet die Einsatzleitung den Verlauf als überwiegend friedlich. Gleichzeitig kam es rund um das Spiel zu zahlreichen Verstößen im Zusammenhang mit Pyrotechnik, Rauchtöpfen und Feuerwerkskörpern. Eine Frau wurde schwer verletzt, zudem gab es massive Verkehrsbehinderungen und mehrere Strafanzeigen.
Bereits am frühen Nachmittag sammelten sich zahlreiche Anhänger des FC Schalke 04 in der Innenstadt von Buer. Gegen 16.30 Uhr setzte sich nach Angaben der Polizei ein großer Fanmarsch mit rund 20.000 Menschen in Richtung Arena in Bewegung. Während des Marsches wurde wiederholt Pyrotechnik gezündet. Die Polizei ermittelt deshalb unter anderem wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sowie wegen weiterer möglicher Delikte. Gegen 18.05 Uhr erreichte der Fanmarsch den Bereich der Arena. Für den Anreiseverkehr zum Spiel hatte das spürbare Folgen: Zwischenzeitlich kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Auch in der Arena kam es laut Polizei zu zahlreichen Vorfällen mit pyrotechnischen Gegenständen. Zu Beginn und während des Spiels zündeten Fans beider Vereine Pyrotechnik. Anhänger von Fortuna Düsseldorf sollen zudem Feuerwerkskörper in Richtung von Schalker Fans geworfen haben. Eine 31 Jahre alte Frau erlitt durch Pyrotechnik schwere Verletzungen und musste von Rettungskräften zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat in allen Fällen Ermittlungen aufgenommen. Der Fußball-Großeinsatz Gelsenkirchen blieb damit nicht nur ein Einsatz zur Begleitung der Feierlichkeiten, sondern auch ein strafrechtlich relevanter Großeinsatz rund um das Spiel.
Während des Einsatzes mussten Polizeikräfte zeitweise auch den Ordnungsdienst des Vereins unterstützen. Hintergrund waren nach Angaben der Polizei mehrere Situationen, in denen Fans offenbar ohne Tickets versuchten, in den umzäunten Bereich der Arena zu gelangen. Nach dem Abpfiff kam es zu einem weiteren schweren Vorfall. Ein 49 Jahre alter Mann aus Gladbeck verletzte sich nach jetzigem Stand schwer, als er versuchte, aus dem Zuschauerbereich in den Innenraum zu gelangen. Er blieb zur Beobachtung stationär im Krankenhaus. Die Polizei macht deutlich, dass auch diese Abläufe Teil der weiteren Aufarbeitung sind.
Nach Spielende verschärfte sich die Lage im Stadtgebiet deutlich. Der Verkehr kam nach Angaben der Polizei in weiten Teilen Gelsenkirchens zum Erliegen. Einsatzkräfte mussten verkehrsregelnd eingreifen. Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen: Die Bogestra stellte den Bahnverkehr zeitweise ein, weil sich zu viele Personen auf den Gleisen befanden. Auf der Kurt-Schumacher-Straße im Bereich Schalke-Nord sowie in Buer feierten mehrere tausend Menschen bis nach Mitternacht auf den Straßen. Vereinzelt mussten Polizeibeamte einschreiten. Zudem wurden mehrere Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Körperverletzungen gefertigt.
Einsatzleiter Karsten Plenker bewertete den Einsatz nach Angaben der Polizei insgesamt positiv. Der Leitende Polizeidirektor verwies darauf, dass die Lage im Wesentlichen friedlich geblieben sei, auch wenn viele Emotionen im Spiel gewesen seien. Polizeipräsident Tim Frommeyer erklärte, die Rückkehr des FC Schalke 04 in die Erste Liga sei für Verein, Fans und Stadt bedeutsam. Zugleich kündigte er an, dass sich die Polizei nun gemeinsam mit Stadt und Verein auf die neuen Herausforderungen der kommenden Bundesliga-Saison vorbereiten werde.
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