HiPP Rattengift: Internationale Fahndung nach dem Erpresser

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Fall, der Eltern in ganz Europa alarmiert: In mehreren Gläschen HiPP-Babynahrung wurde Rattengift entdeckt. Der Hersteller bestätigte, Opfer eines Erpressungsversuchs zu sein. Die Polizei hat eine internationale Fahndung eingeleitet und warnt Verbraucher vor einem gezielt manipulierten Produkt. Fünf vergiftete HiPP-Gläschen wurden bislang in Österreich, Tschechien und der Slowakei sichergestellt.

HiPP Rattengift: Was bisher bekannt ist

Am 27. März 2026 erhielt die HiPP GmbH & Co. Vertriebs KG eine E-Mail, in der ein unbekannter Täter zwei Millionen Euro bis zum 2. April forderte. Der Erpresser drohte, manipulierte Produkte in Supermärkte einzuschleusen. Die Nachricht wurde nach Unternehmensangaben erst am 16. April gelesen und umgehend an die Behörden weitergegeben. Seither ermittelt eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe namens „Glas“ bei der Kriminalpolizei.

Betroffen ist das Produkt „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel“, 190 Gramm. Bei Laboruntersuchungen wurde in den sichergestellten Gläsern ein Wirkstoff aus Rattengiften nachgewiesen. Dieser greift die Blutgerinnung an und kann bei Kleinkindern zu ernsthaften Komplikationen führen – darunter Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl. Eltern, die das betroffene Produkt zu Hause haben, sollten es keinesfalls verfüttern.

HiPP Erpressung: So erkenne ich manipulierte Gläser

Die Ermittler haben konkrete Hinweise veröffentlicht, an denen manipulierte Gläschen erkennbar sein sollen. Wer HiPP-Gläschen „Karotte mit Kartoffel“ zuhause hat, sollte diese genau prüfen: Ein beschädigter Deckel sowie das Ausbleiben des typischen Plopp-Geräuschs beim Öffnen sind erste Warnsignale. Zusätzlich befinden sich an den Böden der manipulierten Gläser ein weißer Aufkleber mit rotem Ring. Im Zweifel sollte das Produkt ungeöffnet aufbewahrt und die Polizei informiert werden.

HiPP selbst appelliert an die Öffentlichkeit, wachsam zu sein. Das Unternehmen kooperiert vollständig mit den Strafverfolgungsbehörden. Ähnlich wie bei anderen Rückrufen im Lebensmittelbereich empfehlen Verbraucherschützer, betroffene Produkte sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Auch Rückrufe bei Handelsketten wie Edeka zeigen, wie schnell Lebensmittelskandale Verbraucher treffen können.

Internationale Fahndung nach dem HiPP-Erpresser

Die Polizeibehörden in Österreich, Tschechien und der Slowakei fahnden nach dem oder den Tätern. Ein erstes gesichertes Glas wurde in Schützen am Gebirge sichergestellt – die Verpackung stammte aus einer Spar-Filiale in Eisenstadt. In Deutschland wurden nach aktuellem Stand keine manipulierten Gläser gefunden. Dennoch ermittelt auch die Kripo Ingolstadt in dem Fall, da HiPP seinen Hauptsitz in Bayern hat.

Der Fall zeigt, wie groß die Bedrohung durch organisierte Erpressung im Lebensmittelbereich sein kann. Kriminalitätsexperten verweisen seit Längerem auf steigende Delikte im wirtschaftlichen Bereich. Die Behörden bitten Verbraucher, die möglicherweise ein manipuliertes Glas entdecken, die Polizei über den Notruf 110 zu informieren und das Produkt nicht zu entsorgen, da es als Beweismittel dienen kann.

HiPP-Stellungnahme und Reaktion der Behörden

Das Unternehmen HiPP veröffentlichte ein offizielles Statement und erklärte, man sei Opfer einer kriminellen Erpressung. Vertreter des Unternehmens betonten, dass die Sicherheit der Verbraucher und besonders der Kinder höchste Priorität habe. In Österreich wurden vorsorglich betroffene Produktchargen aus dem Handel genommen. Der Lebensmitteleinzelhandel in den betroffenen Ländern wurde informiert und zog entsprechende Produkte vorsorglich aus den Regalen.

Behördliche Empfehlungen an Eltern lauten: HiPP „Karotte mit Kartoffel“ im 190-Gramm-Glas nicht verwenden, wenn das Produkt aus einem der betroffenen Länder stammt oder wenn einer der oben genannten Hinweise auf eine Manipulation hindeutet. Für Fragen steht das HiPP-Verbrauchertelefon sowie die örtliche Polizei zur Verfügung.

Quellen: ZDF heute, Handelsblatt, t-online, derstandard.at, ad-hoc-news.de, new-facts.eu

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