Hirschhausen und Fernandes zeigen ARD-Dokus über Deepfakes

ARD rückt Deepfakes mit zwei neuen Dokumentationen in den Fokus
"F*CK DEEPFAKES!" mit Collien Fernandes Foto: BR/Bilderfest GmbH /Henning Sliwa

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Deepfakes ARD: Das Erste und die ARD Mediathek widmen sich Anfang Mai mit zwei neuen Dokumentationen einem Thema, das weit über technische Spielereien hinausgeht. Im Mittelpunkt stehen manipulierte Bilder, digitale Gewalt, Datenmissbrauch und betrügerische Strukturen im Netz. Wie die ARD mitteilt, laufen die Formate am 4. Mai 2026 im Ersten beziehungsweise in der Mediathek. Beteiligte Hosts sind Eckart von Hirschhausen und Collien Fernandes.

ARD-Dokus Deepfakes starten Anfang Mai

Die Dokumentation „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ wird am Montag, 4. Mai 2026, um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. In der ARD Mediathek ist der Film bereits ab dem 1. Mai verfügbar. Parallel startet dort am 4. Mai die Dokumentation „F*CK DEEPFAKES!“ mit Collien Fernandes. Beide Produktionen greifen unterschiedliche Aspekte desselben Problems auf: Wie entstehen manipulierte Inhalte, wer nutzt sie aus und welche Folgen haben sie für Betroffene?

Hirschhausen Deepfake-Mafia folgt internationaler Betrugsindustrie

Eckart von Hirschhausen geht in seiner Recherche nach ARD-Angaben den Strukturen einer international agierenden Betrugsindustrie nach. Die Spur führt von Deutschland über Bulgarien bis nach Brasilien. Im Zentrum stehen dabei Datenhändler, manipulierte Inhalte und die Frage, wie digitale Täuschung wirtschaftlich genutzt wird. Die Dokumentation stellt Deepfakes nicht nur als technisches Phänomen dar, sondern als Teil eines größeren Systems aus Datenmissbrauch, Plattformmechanismen und organisierter Online-Kriminalität.

Collien Fernandes Deepfakes zeigt digitale Gewalt gegen Betroffene

Die zweite Dokumentation mit Collien Fernandes beschäftigt sich damit, wie täuschend echte Fake-Inhalte heute mit frei verfügbaren Werkzeugen erstellt werden können. Dabei geht es auch um sexualisierte Bildmanipulationen, Diskreditierung und gezielte Manipulation. Fernandes spricht laut ARD mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Betroffene besser geschützt werden können und welche rechtlichen sowie gesellschaftlichen Schutzmechanismen dafür nötig wären.

Plattformen, Schulen und Technik im Blick

In den Filmen kommen unter anderem HateAid, der frühere Meta-Sicherheitsbeauftragte Sandeep Abraham, Digitalberater Gavin Karlmeier und Anika Gruner vom Start-up Neuromancer vor. Thematisiert werden Plattformökonomie, digitale Selbstverteidigung, Social-Media-Verbote, Klarnamenpflichten und technische Erkennungsmethoden. Gezeigt werden auch forensische Analysen, bei denen manipulierte Bildstrukturen sichtbar gemacht werden. Die ARD ordnet die beiden Produktionen in den Schwerpunkt „Age of Fake – Die neue Macht der Täuschung“ ein.

Zwei Produktionen von Bilderfest für ARD und WDR

Beide Dokumentationen wurden von Bilderfest produziert. „F*CK DEEPFAKES!“ entstand im Auftrag von BR und WDR für die ARD Mediathek. „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ wurde im Auftrag des WDR für die ARD Mediathek und Das Erste produziert. Buch und Regie stammen jeweils von Kristin Siebert, Produzent ist Stefan Otter. Die ARD will mit dem Schwerpunkt sichtbar machen, wie stark Deepfakes inzwischen Medien, Öffentlichkeit und persönliche Rechte berühren. Deepfakes ARD wird damit zum zentralen Thema eines breiter angelegten Programmschwerpunkts.

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