
Der österreichische Fahrradhersteller KTM hat einen Rückruf für Gravelbikes und Rennräder mit Carbon-Laufrädern eingeleitet. Betroffen sind Modelle der Serien „Revelator Alto Master“ und „Gravelator Elite“ des Jahrgangs 2026, bei denen ein Qualitätsmangel an den Carbon-Felgen festgestellt wurde. Das Tückische: Der Fehler ist laut KTM nicht zwingend äußerlich oder optisch sichtbar – wer sein Rad also auf Beschädigungen untersucht, wird das Problem möglicherweise übersehen.
In Europa sind insgesamt rund 3.000 der betroffenen Räder verkauft worden. Allein in Deutschland wurden etwa 1.200 Exemplare ausgeliefert. KTM reagiert auf den Qualitätsmangel mit einem strukturierten Rückrufverfahren: Kundinnen und Kunden sollen ihr Rad zum Fachhändler bringen, der die Laufräder ausbaut und zur Prüfung nach Österreich einschickt. Falls ein Defekt festgestellt wird, werden die Felgen kostenlos ausgetauscht.
KTM hat eine detaillierte Liste der betroffenen Modelle veröffentlicht. Dazu gehören beim Rennrad der Revelator Alto Master in „White/Jungle“ und „Dark Sea/Blue“. Beim Gravelbike sind der Gravelator Elite Di2 in „Olive Pearl“ und „Blue Grey Matt“, der Gravelator Elite 2x in „Royal Teal“ und „Grey Beige Matt“ sowie der Gravelator Elite in „Cargo Green Matt“ und „Bright Teal Matt“ betroffen.
Wer unsicher ist, ob das eigene Rad betroffen ist, sollte sich direkt an den KTM-Fachhändler wenden. Wichtig: Bis zur vollständigen Überprüfung der Laufräder sollte das Fahrrad nicht mehr gefahren werden. Das Unternehmen betont, dass die umgehende Kontrolle nicht nur aus Sicherheitsgründen notwendig ist, sondern auch zur Aufrechterhaltung des vollen Gewährleistungs- und Versicherungsschutzes.
Parallel zum KTM-Rückruf hat auch der deutsche Fahrradhersteller Cube eine Rückrufaktion eingeleitet. Betroffen ist das Modell Cube Agree C:62 der Jahrgänge 2025 und 2026. Bei einem Teil der Räder können sich Risse an der Bremsaufnahme bilden – ein sicherheitsrelevanter Defekt, der im schlimmsten Fall zum Versagen der Bremse führen kann. Betroffene Kunden sollten ebenfalls unverzüglich ihren Fachhändler kontaktieren und das Rad bis zur Klärung nicht nutzen.
Rückrufe bei hochwertigen Fahrrädern kommen seltener vor als in der Automobilbranche, sind aber keineswegs ungewöhnlich. Ähnliche Szenarien sind aus anderen Bereichen bekannt, etwa bei Elektrofahrzeugen oder Lebensmitteln, wo Hersteller regelmäßig auf Qualitätsmängel reagieren müssen.
Wer ein KTM Revelator Alto Master oder Gravelator Elite des Jahrgangs 2026 besitzt, sollte sofort handeln: Das Fahrrad nicht mehr fahren, den Kaufhändler kontaktieren und einen Termin zur Laufradprüfung vereinbaren. KTM übernimmt die Kosten für Prüfung und gegebenenfalls Austausch vollständig. Die Abwicklung erfolgt über das Händlernetz.
Carbon-Komponenten gelten im Radsport als besonders leicht und steif, sind aber auch anfälliger für unsichtbare Mikrorisse als Aluminium. Gerade beim Gravelbike, das auf rauem Untergrund eingesetzt wird, sind Felgen hohen Belastungen ausgesetzt. Cube-Besitzer des Agree C:62 sollten ebenfalls nicht zögern und direkt ihren Händler aufsuchen. In beiden Fällen gilt: Sicherheit geht vor, und die Hersteller tragen die Kosten des Rückrufs.
Quellen: rennrad-news.de, ktm-bikes.at, bike-x.de, news.de, giga.de
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