
Der NDR nimmt die Zuschauer am Donnerstagabend mit auf die Nordseeinsel Amrum. mareTV: Amrum – Warum? Darum. läuft heute, 17. September 2026, von 20.15 bis 21.00 Uhr im NDR Fernsehen. Die 45-minütige Reportage wird als Folge 408 der langjährigen Reihe geführt und ist eine deutsche TV-Premiere. Eine klassische Staffelnummer weist der NDR für mareTV nicht aus.
Amrum gehört zu den Nordfriesischen Inseln und liegt vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Die neue Ausgabe konzentriert sich weniger auf klassische Urlaubstipps als auf Menschen, die auf der Insel leben, arbeiten oder regelmäßig dorthin zurückkehren. Schauplätze sind unter anderem der Kniepsand, die Rehafachklinik Satteldüne, die Gemeinde Nebel und die Nordsee vor Amrum.
Einer der zentralen Protagonisten ist Nils, der am Kniepsand Strandkörbe vermietet und einen Kiosk betreibt. Der Sandstreifen ist nach NDR-Angaben rund 15 Kilometer lang und stellenweise bis zu zwei Kilometer breit. Damit gehört er zu den größten Badestränden Europas.
Die Reportage begleitet Nils bei den Vorbereitungen auf die Hauptsaison. Neben Arbeiten an einem neuen Werbeaufsteller gehören Bestellungen von Gästen, Sonderwünsche und die Organisation eines elektrischen Strandrollstuhls zu seinem Alltag. Außerdem transportiert er mit einem Trecker einen Strandkorb zur sogenannten Dünenschule.
Gerade diese Mischung aus Tourismus und alltäglicher Arbeit prägt die neue mareTV-Ausgabe. Der Kniepsand erscheint damit nicht nur als Landschaftsmotiv, sondern als Arbeitsplatz, Verkehrsweg und Treffpunkt der Inselbewohner.
Ein weiterer Teil der Reportage führt zur Rehafachklinik Satteldüne. Das frühere Kurhaus wurde 1928 zur Kinderheilstätte. Heute werden dort Kinder und Jugendliche mit verschiedenen chronischen Erkrankungen behandelt. Zur Einrichtung gehört auch eine Schule, damit die jungen Patienten während längerer Aufenthalte weiter am Unterricht teilnehmen können.
mareTV begleitet dort Ute, die an der Dünenschule unterrichtet. Nach der Arbeit engagiert sie sich in einer Amrumer Trachtengruppe. Damit wechselt die Reportage von einer modernen medizinischen Einrichtung zu einer Tradition, die eng mit der Geschichte der Insel verbunden ist.
Auch die 13-jährige Nina gehört zur Jugendgruppe. Sie übt mit anderen Jugendlichen Tänze für einen Auftritt beim Mühlenfest in Nebel. Die historische Windmühle und das Fest werden damit zu einem weiteren Schauplatz der Folge. Der Film zeigt, dass die traditionelle Amrumer Tracht auch von einer jüngeren Generation weitergetragen wird.
Auf dem Wasser widmet sich die neue Ausgabe dem Coastal Rowing, einer Form des Ruderns auf offener und entsprechend bewegter See. Die Reportage begleitet eine Gruppe um Tobias, die mehrfach im Jahr aus Berlin nach Amrum kommt.
Tobias organisiert dort auch internationale Regatten. Anders als beim klassischen Rudern auf ruhigen Seen oder Flüssen gehören Wind und Wellen beim Küstenrudern ausdrücklich zu den Bedingungen des Sports. Die Nordsee vor Amrum wird dadurch selbst zum wichtigen Bestandteil der Geschichte.
Am Abend führt mareTV in die bekannte Inselkneipe Blaue Maus. Betreiber Jan hat dort nach Angaben des NDR mehr als 1.200 Whiskys im Angebot. Für die Reportage begleitet das Kamerateam ihn zudem bei einem neuen Projekt: einer eigenen Rumkreation.
Die dafür verwendeten Fässer wurden zeitweise auf dem Fahrgastschiff M/S Eilun gelagert und auf der Nordsee bewegt. In der Folge geht es anschließend um das Abfüllen und Etikettieren der fertigen Spirituose. Damit spannt die Reportage ihren Bogen vom morgendlichen Betrieb am Strand bis zum abendlichen Leben auf der Insel.
Die wichtigsten Stationen liegen über die Insel verteilt. Gedreht wurde unter anderem am Kniepsand, im Umfeld der Rehafachklinik Satteldüne und ihrer Schule, in Nebel rund um die Trachtengruppe und das Mühlenfest sowie auf der Nordsee vor Amrum beim Küstenrudern. Hinzu kommt die Blaue Maus als Schauplatz des abendlichen Insellebens.
Damit setzt die Folge nicht auf einen einzelnen touristischen Schwerpunkt. Sie verbindet Strandbetrieb, Schule, Tradition, Wassersport und Gastronomie zu einem Porträt des heutigen Amrum.
Als Autor der Sendung nennt der NDR Steven Galling. Die Kamera führten Julian Ringer und Moritz Schwarz, den Schnitt übernahm ebenfalls Julian Ringer. Für den Ton waren Ole Brosse und Max Kielhauser verantwortlich. Sprecher der Folge ist Philipp Schepmann. Die Redaktion liegt bei Christian Kossin.
Eine separate Regie- oder Drehbuchangabe weist der NDR für diese dokumentarische Ausgabe nicht aus. Einen Schauspielcast oder Gastdarsteller gibt es bei mareTV ebenfalls nicht. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die für die Reportage in ihrem tatsächlichen Alltag begleitet werden.
Für mareTV ist die Insel kein völlig neues Reiseziel. Bereits am 2. Juni 2016 lief mit Amrum – Zwischen Kniepsand und Wattenmeer die damalige Folge 207. Zehn Jahre später kehrt die Reihe nun mit neuen Protagonisten und neuen Geschichten zurück.
Die neue Folge 408 knüpft damit an einen früheren Inselbesuch an, setzt inhaltlich aber andere Schwerpunkte. Statt Seehundpflege, Fischerei und Watt stehen diesmal unter anderem Strandtourismus, Klinikschule, Trachtenkultur, Küstenrudern und Gastronomie im Mittelpunkt.
Wer die Erstausstrahlung heute Abend verpasst, kann die Folge bereits am Samstag, 19. September 2026, von 13.15 bis 14.00 Uhr erneut im NDR sehen.
Die ARD Mediathek führt die Sendung ebenfalls in ihrem Programm. Vor der TV-Ausstrahlung war dort allerdings noch kein Video der konkreten Folge freigeschaltet. Ein verbindlicher Endtermin für die spätere Abrufbarkeit war deshalb zunächst noch nicht angegeben. Die Programmvorschau weist für die Ausgabe eine Länge von 45 Minuten aus.






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