
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag freundlich gezeigt. Nach der Zinserhöhung der US-Notenbank legte der DAX zu, während die Bewegungen bei einzelnen Aktien deutlich unterschiedlicher ausfielen. Hensoldt geriet nach einem positiven Handelsstart zeitweise ins Minus. Salzgitter konnte dagegen zur Mittagszeit zulegen.
Der DAX lag um 12.26 Uhr bei 25.671,14 Punkten und damit 0,52 Prozent über dem Vortagesschluss. Der MDAX zeigte sich mit 31.283,33 Punkten und einem Plus von 0,02 Prozent nahezu unverändert. Quelle für beide Indexstände ist die Deutsche Börse, Stand 17. September 2026, 12.26 Uhr.
Eine technisch interessante Marke bleibt der gleitende 50-Tage-Durchschnitt. Der einfache GD50 des DAX lag nach Berechnungen von Investing.com am Donnerstag um 8.12 Uhr GMT bei 25.470,03 Punkten. Der exponentielle 50-Tage-Durchschnitt wurde mit 25.539,77 Punkten angegeben.
Damit lag der DAX am Mittag bereits oberhalb beider Marken. Von einer Annäherung an den GD50 von unten kann auf Basis dieser Daten deshalb nicht gesprochen werden. Technische Durchschnittslinien können je nach Datenanbieter, Berechnungsmethode und Zeitpunkt leicht voneinander abweichen.
Unterstützung erhielten die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag unter anderem von sinkenden Ölpreisen und einer Beruhigung am Anleihemarkt. Der europäische Stoxx 600 lag zeitweise rund 0,5 Prozent im Plus.
Zuvor hatte die US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch ihren Leitzinskorridor um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Fed begründete den Schritt mit weiterhin erhöhter Inflation.
Auffällig entwickelte sich die Hensoldt-Aktie. Am frühen Morgen hatte das Papier noch deutlich zugelegt. Um 9.07 Uhr lag die Aktie auf Xetra bei 78,94 Euro und damit 1,5 Prozent im Plus. Quelle: finanzen.net, Xetra-Kurs, Stand 17. September 2026, 9.07 Uhr.
Im weiteren Handel drehte der Kurs jedoch ins Minus. Um 13.39 Uhr lag die Hensoldt-Aktie auf Xetra bei 77,24 Euro und damit 0,69 Prozent unter dem vorherigen Schlusskurs. Quelle: finanzen.net, Stand 17. September 2026, 13.39 Uhr. Das Tagestief lag bis dahin bei 76,90 Euro, das Tageshoch bei 79,84 Euro.
Fundamental steht dieser Kursrückgang einer hohen Auftragsauslastung gegenüber. Hensoldt hatte für das erste Halbjahr 2026 einen Auftragseingang von 2,812 Milliarden Euro gemeldet. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,405 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 10,356 Milliarden Euro einen Rekordwert. Der Umsatz stieg auf 1,167 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA auf 137 Millionen Euro. Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen Ende Juli.
Ein konkreter neuer Unternehmensauslöser für die Kursverluste am Donnerstag war zunächst nicht erkennbar. Die jüngsten auf der Investor-Relations-Seite veröffentlichten Geschäftszahlen stammen vom 31. Juli. Die nächste Quartalsmitteilung ist für den 5. November vorgesehen.
Die Salzgitter-Aktie entwickelte sich am Donnerstag zunächst freundlicher. Gegen 12.51 Uhr wurde das Papier bei 55,30 Euro geführt und lag damit 0,82 Prozent im Plus. Quelle: finanzen.net, Stand 17. September 2026, 12.51 Uhr.
Der Stahlkonzern hatte im August ein verbessertes erstes Halbjahr gemeldet. Das Ergebnis wurde unter anderem durch einen hohen Beitrag der Aurubis-Beteiligung und Fortschritte beim Sparprogramm P28 gestützt. Bis Ende Juni lagen dessen zusätzliche nachhaltige Effekte nach Unternehmensangaben bei 97 Millionen Euro.
Salzgitter hatte seine Jahresprognose bereits im Juli angehoben. Für 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro und ein EBITDA vor bestimmten Bewertungseffekten zwischen 725 und 825 Millionen Euro. Zugleich verweist das Unternehmen weiterhin auf erhebliche Unsicherheiten durch geopolitische Entwicklungen, Rohstoffpreise und die Konjunktur.
Die Entwicklung in Frankfurt steht am Donnerstag im Zusammenhang mit einem insgesamt freundlicheren europäischen Börsenumfeld. Nach der Zinserhöhung der Federal Reserve stabilisierten sich die Anleihemärkte, während die Ölpreise zurückgingen. Neben deutschen Aktien legten auch andere europäische Märkte zu.
Für den weiteren Handelsverlauf bleiben damit sowohl internationale Zins- und Rohstoffbewegungen als auch unternehmensspezifische Nachrichten relevant. Die Kursbewegungen von Hensoldt und Salzgitter zeigen zugleich, dass eine freundliche Indexentwicklung nicht automatisch alle Aktien gleichermaßen erfasst.






Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu