Feuer in Berliner Pflegeeinrichtung fordert einen Toten und 27 Verletzte

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Brand in einem Pflegeheim in Berlin ist am Samstag ein Mann ums Leben gekommen. 27 weitere Bewohner der Einrichtung in Berlin-Kreuzberg wurden nach dem abschließenden Stand der Feuerwehr verletzt. Eine Person erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste reanimiert werden. Die übrigen 26 Verletzten wurden als leicht verletzt eingestuft, bei ihnen handelte es sich überwiegend um Folgen eingeatmeter Rauchgase. Das Feuer war am Vormittag in einer Pflegeeinrichtung an der Waldemarstraße ausgebrochen.

Feuer brach im ersten Obergeschoss aus

Die Berliner Feuerwehr wurde am Samstag um 9.54 Uhr durch eine automatische Brandmeldeanlage alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte an der fünfgeschossigen Pflegeeinrichtung eintrafen, stand eine Patientenwohnung im ersten Obergeschoss bereits vollständig in Flammen. Anfangs bestand die Gefahr, dass das Feuer auf das darüberliegende Stockwerk übergreift.

Die Feuerwehr konnte den Brand mit mehreren Löschleitungen im Innen- und Außenangriff unter Kontrolle bringen. Eine Ausbreitung der Flammen auf das zweite Obergeschoss wurde verhindert. Der Rauch breitete sich allerdings in weitere Teile des Gebäudes aus. Deshalb waren umfangreiche Kontrollen und Belüftungsmaßnahmen notwendig. Das vom Feuer betroffene Zimmer brannte vollständig aus. Auch in anderen Bereichen entstanden Schäden durch Ruß und Löschwasser.

Der Brand in einem Pflegeheim in Berlin löste einen Großeinsatz aus. Insgesamt waren 157 Einsatzkräfte mit 57 Fahrzeugen eingebunden. Zum Einsatz gehörten auch Kräfte Freiwilliger Feuerwehren. Eine gesonderte abschließende Aufteilung, wie viele der 157 Kräfte ausschließlich dem Rettungsdienst und wie viele der Brandbekämpfung zugeordnet waren, wurde zunächst nicht veröffentlicht. Angesichts der Zahl der Betroffenen wurde die Einsatzlage als Massenanfall von Verletzten eingestuft.

27 Verletzte nach starker Rauchentwicklung

Die Zahl der Verletzten änderte sich während des Einsatzes mehrfach. Zunächst war von 21 Betroffenen die Rede, später wurden höhere Zahlen genannt. Nach Abschluss der ersten Rettungsmaßnahmen bezifferte die Feuerwehr die Zahl auf 27 Verletzte. Ein Mann starb bei dem Feuer.

Eine weitere Person wurde lebensgefährlich verletzt. Sie musste nach Angaben der Feuerwehr reanimiert werden und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen 26 Verletzten erlitten leichte Verletzungen. Bei ihnen waren überwiegend Rauchgase die Ursache der gesundheitlichen Beschwerden. Zu Alter und weiteren persönlichen Angaben der Betroffenen wurden keine näheren Informationen veröffentlicht.

Ein Teil der Bewohner wurde zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Andere konnten nach ihrer medizinischen Untersuchung anderweitig untergebracht werden. Die knapp 30 Bewohnerinnen und Bewohner des Gebäudes wurden während des Einsatzes aus der Einrichtung gebracht und rettungsdienstlich versorgt.

Pflegeeinrichtung vorerst nicht bewohnbar

Nach dem Löscheinsatz konnten die Bewohner zunächst nicht in ihre bisherigen Zimmer zurückkehren. Nach Angaben der Feuerwehr ist das betroffene Gebäude vorerst nicht bewohnbar. Bewohner, die keine stationäre Behandlung im Krankenhaus benötigten, sollten deshalb in anderen Unterkünften der Einrichtung untergebracht werden.

Neben dem vollständig ausgebrannten Zimmer hatten insbesondere Rauch, Ruß und Löschwasser weitere Bereiche des fünfgeschossigen Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist und wann die Einrichtung wieder vollständig genutzt werden kann, war am Samstag zunächst nicht bekannt.

Während des Einsatzes kam es im Umfeld der Waldemarstraße zu Verkehrssperrungen. Die Polizei forderte dazu auf, den Bereich zu meiden. Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht und die Bewohner versorgt worden waren, konzentrierten sich die Arbeiten am Einsatzort auf Nachkontrollen und die Untersuchung der Brandstelle.

Polizei untersucht Ursache des Feuers

Warum das Feuer in der Patientenwohnung ausbrach, war am Samstag noch ungeklärt. Brandermittler der Berliner Polizei sicherten an der Einsatzstelle Spuren und übernahmen die Untersuchung der Ursache. Hinweise auf einen konkreten Auslöser des Feuers lagen zunächst nicht vor.

Damit ist bislang lediglich gesichert, dass sich der Ausgangspunkt des Feuers in einer Patientenwohnung im ersten Obergeschoss befand. Zu einem technischen Defekt, fahrlässigem Verhalten oder einer anderen möglichen Ursache gab es zunächst keine bestätigten Angaben. Die genauen Hintergründe blieben offen.

Der Einsatz gehört wegen der hohen Zahl gleichzeitig zu versorgender Bewohner zu den größeren Rettungseinsätzen in Berlin an diesem Samstag. Besonders aufwendig war die Lage, weil Bewohner einer Pflegeeinrichtung aus einem verrauchten Gebäude gebracht, medizinisch untersucht und anschließend entweder in Krankenhäuser oder Ersatzunterkünfte transportiert werden mussten.

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