USA setzen auf Pochettino: Vertrag bis 2030 liegt offenbar bereit

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Die USA haben bei der Heim-WM die K.-o.-Runde erreicht und trotz der 2:3-Niederlage gegen die Türkei die Gruppe D gewonnen. Parallel dazu rückt die Zukunft von Nationaltrainer Mauricio Pochettino in den Fokus. Nach übereinstimmenden Medienberichten will der US-Verband den Argentinier über das laufende Turnier hinaus halten. Eine offizielle Bestätigung einer Vertragsverlängerung gibt es bislang nicht.

US-Verband plant offenbar über die Heim-WM hinaus

Nach Informationen von The Athletic, über die auch der Guardian berichtet, soll U.S. Soccer Pochettino bereits vor Turnierbeginn einen Vertrag bis zur WM 2030 vorgelegt haben. Der Bericht stützt sich auf nicht namentlich genannte Personen aus dem Umfeld der Gespräche. Bestätigt ist damit nicht der Abschluss eines neuen Vertrags, sondern nur die berichtete Absicht des Verbandes, den Trainer langfristig zu binden. Pochettino selbst soll eine Entscheidung erst nach der WM treffen. Damit bleibt seine Zukunft offen, auch wenn der Verband offenkundig Kontinuität anstrebt.

Gruppensieg trotz Niederlage gegen die Türkei

Sportlich hat Pochettino mit den USA das erste Turnierziel erreicht. Die Mannschaft gewann in Gruppe D gegen Paraguay mit 4:1 und gegen Australien mit 2:0. Im letzten Gruppenspiel folgte ein 2:3 gegen die bereits ausgeschiedene Türkei. Da die USA schon zuvor den ersten Platz sicher hatten, rotierte Pochettino seine Startelf deutlich. In der Abschlusstabelle standen sechs Punkte, acht Tore und Platz eins vor Australien, Paraguay und der Türkei. In der Runde der letzten 32 trifft die USA am 1. Juli in Santa Clara auf Bosnien-Herzegowina.

Pochettino kam 2024 als prominente Lösung

Pochettino wurde im September 2024 offiziell als neuer Cheftrainer der US-Nationalmannschaft vorgestellt. Für den früheren argentinischen Nationalspieler ist es die erste Station als Nationaltrainer. Zuvor hatte er im europäischen Klubfußball gearbeitet. Seine Trainerlaufbahn begann bei Espanyol Barcelona. Danach folgten Southampton, Tottenham Hotspur, Paris Saint-Germain und Chelsea. Bei Tottenham führte er die Mannschaft 2019 ins Champions-League-Finale. Mit PSG gewann er unter anderem die französische Meisterschaft. Chelsea und Pochettino trennten sich im Mai 2024 nach einer Saison einvernehmlich.

Bilanz mit Fortschritten und offenen Fragen

Pochettinos Amtszeit in den USA war vor der WM nicht frei von Rückschlägen. Ein Jahr nach seiner Vorstellung wies U.S. Soccer für ihn eine Bilanz von zehn Siegen, sieben Niederlagen und einem Unentschieden aus. Für das Kalenderjahr 2026 nennt die offizielle Teamseite derzeit drei Siege und vier Niederlagen bei 14 erzielten Toren. Die WM-Gruppe verschiebt die Bewertung nun zugunsten des Trainers, weil die USA erstmals frühzeitig die K.-o.-Runde erreichten und als Gruppensieger weiterkamen. Offen bleibt, ob Pochettino den begonnenen Aufbau auch über 2026 hinaus fortsetzen will.

Einordnung der Vertragslage

Die berichtete Offerte bis 2030 ist vor allem ein Signal des Verbandes. U.S. Soccer will offenbar vermeiden, nach der Heim-WM erneut eine Grundsatzentscheidung auf der Trainerposition treffen zu müssen. Für Pochettino spricht die aktuelle Turnierleistung, gegen eine schnelle Entscheidung seine bisherige Klubkarriere und mögliche Optionen in Europa. Belastbar ist derzeit nur: Die USA stehen in der K.-o.-Runde, der Verband soll eine Verlängerung anstreben, unterschrieben ist nach öffentlich bekannten Informationen noch nichts.

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