Sommer 36: Ein Mordfall im Jahr der ersten Ferien

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Worum es in Sommer 36 geht

Die französische Miniserie Sommer 36 läuft bei Netflix unter dem Originaltitel LEte 36. Netflix führt den Sechsteiler als Drama und Miniserie aus dem Jahr 2026. Die Handlung setzt in Nizza ein, wo Arbeiter erstmals bezahlten Urlaub genießen. In dieser neuen sozialen Nähe geraten vier sehr unterschiedliche Frauen in den Mord an einem Staatsanwalt hinein. Der Stoff verbindet damit einen klassischen Krimiplot mit einem historischen Umbruch, ohne seine Auflösung vorwegzunehmen.

Der aktuelle Anlass

In Deutschland ist Sommer 36 seit dem 1. Juli 2026 bei Netflix verfügbar. Die Serie wird dort mit deutscher Tonspur, französischer Originalfassung und deutschen Untertiteln angeboten. Laut FlixPatrol stand LEte 36 am 4. Juli in Deutschland auf Rang 9 der Netflix Serien Top 10. Für Frankreich lässt sich am selben Tag dagegen kein aktueller Top 10 Platz belastbar belegen.

Besetzung: Vier Frauen im Zentrum

Die Hauptrollen spielen Julie de Bona als Blanche Akermann, Sofia Essaïdi als Eugénie Berthier, Nolwenn Leroy als Giulia Vincent und Constance Gay als Léonie Morel. Zum Ensemble gehören außerdem Miou-Miou, François-Xavier Demaison, Pascal Elbé, Sam Karmann, Simon Ehrlacher und Assaad Bouab. Die Figuren stehen für unterschiedliche gesellschaftliche Milieus, die im Sommer 1936 an der Côte dAzur aufeinandertreffen.

Regie, Drehbuch und Produktion

Regie führte Fred Garson. Das Drehbuch stammt von Marie Deshaires und Catherine Touzet, die Idee wird Iris Bucher zugeschrieben. Séries Mania nennt für die Produktion ein Format von sechs Folgen mit jeweils rund 52 Minuten. Produziert wurde die Serie von Quad Drama, als Koproduktionspartner nennt das CNC unter anderem TF1, La Compagnie Cinématographique, Panache Productions und RTL Belgium.

Warum der historische Rahmen wichtig ist

Der Sommer 1936 ist nicht nur Kulisse. In Frankreich wurde die gesetzliche Grundlage für bezahlten Jahresurlaub im Juni 1936 geschaffen. Die Nationalversammlung beschreibt, dass die Regelung nach der Verkündung der Anwendungsvorschriften ab August 1936 erstmals Hunderttausenden Arbeitern Ferien ermöglichte. Sommer 36 nutzt diesen Einschnitt als gesellschaftlichen Hintergrund: Menschen, die zuvor kaum Zugang zu solchen Urlaubsorten hatten, treffen an der Riviera auf eine Oberschicht, die ihre gewohnte Exklusivität bedroht sieht.

Wie die Serie aufgenommen wird

Die bisher greifbaren Bewertungsdaten fallen gemischt bis solide aus. AlloCiné führt die Miniserie als Historien und Dramaformat und nennt bei den Pressebewertungen 3,5 von 5 Punkten auf Basis von zehn Kritiken. Die Zuschauerwertung lag dort bei 3,1 von 5 Punkten. Das spricht nicht für einen einhelligen Publikumserfolg, aber für einen Stoff, der durch seine Mischung aus Historienbild, Krimi und Ensembleerzählung Aufmerksamkeit bekommt.

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