Titanic Auktion: Weste für 609.000 Euro und Uhr für eine Million

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Die Titanic Auktion macht weltweit Schlagzeilen: Innerhalb weniger Tage wurden zwei bedeutende Relikte der Schiffskatastrophe von 1912 für Rekordsummen versteigert. Sowohl die Rettungsweste einer Überlebenden als auch die goldene Taschenuhr des reichsten Passagiers erzielten Preise weit über den Erwartungen.

Titanic Auktion: Rettungsweste für 609.000 Euro versteigert

Das britische Auktionshaus Henry Aldridge & Son versteigerte die Rettungsweste der Titanic-Überlebenden Laura Mabel Francatelli für rund 609.000 Euro — umgerechnet etwa 530.000 Pfund. Der Erlös übertraf den Schätzpreis von bis zu 400.000 Euro deutlich. Francatelli war Sekretärin der Modedesignerin Lady Lucy Duff Gordon und reiste in erster Klasse. Nach der Havarie am 15. April 1912 entkam sie in Rettungsboot Nummer eins. Noch an Bord unterzeichneten sie und die anderen Geretteten die Weste — ein einmaliges Zeitdokument, das zuletzt im Titanic-Museum in Belfast ausgestellt war. Das Stück gilt als die einzige noch erhaltene signierte Rettungsweste aus dem Unglück.

Goldene Taschenuhr von J.J. Astor IV erzielt eine Million Dollar

Noch spektakulärer verlief die Titanic-Auktion beim Haus Freeman’s in Chicago am 22. April 2026: Die goldene Patek-Philippe-Taschenuhr von John Jacob Astor IV, dem reichsten Passagier der Titanic, wurde für eine Million US-Dollar zugeschlagen. Der Schätzpreis hatte lediglich bei 300.000 bis 500.000 Dollar gelegen. Die Uhr trägt Astors Initialen „J.J.A.“ und wurde in der Brusttasche seines blauen Jacketts gefunden, nachdem sein Leichnam in den Tagen nach dem Untergang in Halifax, Nova Scotia, geborgen worden war. Auf derselben Auktion erzielte ein goldener Bleistift aus dem gleichen Nachlass 204.800 Dollar — mehr als das Zehnfache des Schätzpreises. Anlegern, die die langfristige Entwicklung von Gold verfolgen, liefert der aktuelle Goldpreis-Überblick weitergehende Einordnung zum Wert edelmetallhaltiger Objekte.

Wer war John Jacob Astor IV?

Astor gilt als einer der faszinierendsten Charaktere der Titanic-Geschichte. Er war der Spross einer der reichsten amerikanischen Dynastien und bestieg das Schiff in Cherbourg zusammen mit seiner zweiten, deutlich jüngeren Ehefrau Madeleine. Als der Untergang feststand, begleitete er Madeleine zu einem Rettungsboot, trat dann aber zurück und blieb an Deck — sie überlebte, er nicht. Dieser Abschied gehört zu den meistzitierten Momenten der Katastrophe. Sein Schicksal und die nun versteigerten Gegenstände werfen erneut ein Schlaglicht auf das Unglück, das vor 114 Jahren über 1.500 Menschen das Leben kostete.

Titanic-Relikte: Warum das Interesse nicht nachlässt

Titanic-Auktionen erzielen seit Jahren Höchstpreise. Das Interesse an Gegenständen aus dem Unglück ist ungebrochen — und wächst mit jeder neuen Generation. Experten führen das auf die einzigartige Verbindung aus historischer Tragik, menschlichen Schicksalen und materieller Seltenheit zurück. Stücke aus erster Hand gelten als unersetzbar: Die meisten Objekte wurden 1912 gerettet oder mit den Leichen geborgen; aus dem Wrack selbst sind keine weiteren Artefakte zu erwarten. Entsprechend steigen die Preise immer weiter. Museen, Privatsammler und Investoren konkurrieren auf internationalem Parkett um eine kleiner werdende Zahl authentischer Relikte.

Quellen: Chicago Sun-Times, WBEZ Chicago, Berliner Zeitung, WEB.DE, SN.at, Artnet

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