
Die Unzufriedenheit mit US-Präsident Donald Trump erreicht laut neuen Umfragen einen Höchststand. Sechs Monate vor den entscheidenden Midterm-Wahlen fällt die Zustimmung zum Präsidenten auf rund 37 Prozent, die Ablehnung steigt auf 62 Prozent — der schlechteste Wert in beiden Amtszeiten. Auch innerhalb der eigenen republikanischen Wählerschaft wachsen Risse.
Die jüngste Washington-Post-ABC-Ipsos-Umfrage und mehrere unabhängige Erhebungen kommen zu einem konsistenten Bild: Donald Trumps Net Approval (Zustimmung minus Ablehnung) liegt bei rund minus 18 — der niedrigste je gemessene Wert über beide Amtszeiten. Während rund 37 Prozent der Befragten den Kurs des Präsidenten unterstützen, lehnen ihn 62 Prozent ab. Damit ist die Stimmung deutlich schlechter als noch zu Beginn seiner zweiten Amtszeit.
Als Hauptursachen für den Absturz nennen Beobachter die Eskalation im Iran-Krieg, die Wirtschaftsentwicklung und vor allem die Lebenshaltungskosten. Beim Thema Lebenshaltungskosten erzielt Trump nach der CNBC-Umfrage einen Net-Approval-Wert von minus 41,5 — historisch eines der schlechtesten Ergebnisse für einen amtierenden US-Präsidenten. Auch die hohen Spritpreise und die wirtschaftliche Verunsicherung treffen viele Wählerinnen und Wähler im Alltag.
Auch die geopolitischen Spannungen prägen die Schlagzeilen, beispielsweise rund um die US-Marine-Eskorte in der Straße von Hormus.
Besonders bemerkenswert ist der Rückgang innerhalb der eigenen Wählerbasis. Bei Republikanern und tendenziell republikanisch wählenden Unabhängigen liegt die Zustimmung zu Trump nach Pew-Daten noch bei 68 Prozent — im Januar waren es noch 73 Prozent. Bei den unabhängigen, eher republikanisch orientierten Wählern ist die Zustimmung sogar auf einen historischen Tiefstand von 56 Prozent gefallen. Das ist ein Warnsignal für die Republikanische Partei mit Blick auf die kommenden Wahlen.
Die kommenden Midterm-Wahlen im November 2026 dürften unter diesen Vorzeichen zu einer harten Prüfung für die Republikaner werden. Sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der hundert Sitze im Senat stehen zur Wahl — und in beiden Kammern verfügen die Republikaner derzeit nur über knappe Mehrheiten. Mit einer rückläufigen Zustimmung für den Präsidenten wird die Verteidigung dieser Mehrheiten schwieriger.
Auch in Deutschland erzeugt die US-Politik Wellen, beispielsweise rund um den geplanten Truppenabzug aus Deutschland.
Mehrere Umfragen zeigen, dass Wählerinnen und Wähler der Demokraten deutlich motivierter sind, an den kommenden Wahlen teilzunehmen, als die Anhänger der Republikaner. Damit dreht sich die Wahlmotivation, die Trump 2024 noch klar zugutekam. Politische Beobachter warnen die Republikaner, sich nicht allein auf historische Vorteile in einzelnen Bundesstaaten zu verlassen — die aktuelle Stimmungslage könnte auch in traditionell sicheren Bezirken Mehrheiten kosten.
Auch die persönliche Bewertung des Präsidenten leidet. In der Pew-Umfrage hat Trump bei mehreren Persönlichkeitsmerkmalen Boden verloren. Die Wähler sehen ihn deutlich kritischer in Bezug auf Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Krisenmanagement-Fähigkeiten. Diese persönlichen Faktoren wirken sich häufig stärker auf das Wahlverhalten aus als einzelne politische Themen.
Mit Blick auf die Midterms steht die Republikanische Partei vor strategischen Entscheidungen. Wahlkampfmanager müssen entscheiden, ob sie sich enger an Trump binden oder vorsichtig auf Distanz gehen. Beide Wege bergen Risiken. Klar ist nur: Sechs Monate vor dem Urnengang ist die politische Großwetterlage für die Republikaner deutlich weniger günstig als noch zu Jahresbeginn — und der Druck auf Trump, seinen Kurs zu korrigieren, wächst.
Quellen: Washington Post/ABC/Ipsos, Pew Research, CNBC, Al Jazeera, CNN Polling, Wikipedia
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