Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Barmstedt wegen Milch in der Kanalisation

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Barmstedt wegen Milch in der Kanalisation
Foto: Kreisfeuerwehrverband PinnebergDie Feuerwehr war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort.

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Barmstedt. Ein Feuerwehreinsatz in Barmstedt hat am Samstagabend für Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem es zu einer Verunreinigung eines Regenrückhaltebeckens gekommen war. Am Küsterkamp war das Wasser sichtbar weißlich verfärbt, weshalb die Feuerwehr alarmiert wurde. Nach ersten Erkenntnissen bestand jedoch keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt.

Weißliche Verfärbung im Rückhaltebecken am Küsterkamp

Die Feuerwehr wurde am frühen Abend zu dem Regenrückhaltebecken im Bereich Küsterkamp gerufen. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass das Wasser deutlich weißlich verfärbt war. Als Ursache wurde ein Austritt einer bislang unbekannten Menge Milch aus einem Betrieb im Stadtgebiet angenommen, die über die Regenwasserkanalisation in das Becken gelangt war. Zum Zeitpunkt der Alarmierung war der weitere Austritt des flüssigen Lebensmittels bereits gestoppt.

Die Freiwillige Feuerwehr Barmstedt leitete zunächst technische Maßnahmen ein, indem der Zulauf zum Regenrückhaltebecken abgedichtet und die Einsatzstelle ausgeleuchtet wurde. Gleichzeitig wurde die Lage weiter erkundet, da organische Stoffe in größeren Mengen grundsätzlich Auswirkungen auf Gewässer haben können. Deshalb wurden zusätzliche Fachkräfte hinzugezogen, um die Situation sachlich zu bewerten.

Entwarnung nach Prüfung durch Fachstellen und Umweltbehörde

Für die weitere Beurteilung waren neben der örtlichen Feuerwehr auch der Löschzug Gefahrgut des Kreises Pinneberg, der Abwasserzweckverband Südholstein als Betreiber des Regenrückhaltebeckens sowie das zuständige Kreisumweltamt eingebunden. Nach gemeinsamer Beratung kamen die beteiligten Stellen zu dem Ergebnis, dass keine konkrete Gefährdung für die Umwelt vorlag.

Die betroffene Leitung wurde durch den Betrieb gründlich gespült, wodurch die Milch stark verdünnt wurde und die weißliche Verfärbung des Wassers deutlich zurückging. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz, davon 30 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Barmstedt und 20 Kräfte des Löschzugs Gefahrgut. Der Einsatz endete gegen 21 Uhr. Wie der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg mitteilt, waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

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