Verfolgungsjagd A3 Montabaur: 18-Jähriger nach Autoraub festgenommen

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Eine Verfolgungsjagd auf der A3 bis nach Montabaur hat am Donnerstagnachmittag einen 18-Jährigen das Freiheit gekostet: Der junge Mann soll in Neu-Isenburg eine über 80-jährige Frau mit einer Waffe bedroht, ihr Auto geraubt und anschließend rund 100 Kilometer lang die Polizei auf der Autobahn auf Trab gehalten haben. Nach der Festnahme in Montabaur fanden die Beamten eine Schreckschusspistole – die mutmaßliche Tatwaffe.

Verfolgungsjagd A3 Montabaur: Der Autoraub in Neu-Isenburg

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei soll sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag, 14. Mai 2026, an einer Kreuzung in Neu-Isenburg-Gravenbruch im Landkreis Offenbach ereignet haben. Eine über 80-jährige Frau hielt demnach mit ihrem schwarzen VW Golf – OF-Kennzeichen – an einer roten Ampel an der Einmündung zur Bundesstraße 459, als ein dunkel gekleideter Mann die Beifahrertür öffnete. Er soll die Seniorin mit einer Schusswaffe bedroht und sie gezwungen haben, den Wagen zu verlassen. Anschließend soll er mit dem Fahrzeug in Richtung Autobahn geflüchtet sein. Die Seniorin blieb körperlich unverletzt und alarmierte sofort die Polizei. Durch den raschen Notruf konnte die Fahndung bereits wenige Minuten nach dem Raub beginnen.

Flucht auf der A3: Hubschrauber und Streifenwagen verfolgen den Täter

Noch auf hessischem Gebiet nahmen Polizeibeamte die Verfolgung des gestohlenen VW Golf auf. Zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber zur Überwachung aus der Luft eingesetzt. Laut Polizeiangaben fuhr der Tatverdächtige zeitweise auf dem Standstreifen und rammte dabei eine Leitplanke. Besonders gefährlich: Auf einem Streckenabschnitt soll er eine Gruppe Motorradfahrer beinahe gerammt haben. Trotz wiederholter Haltezeichen verlangsamte der Fahrer nicht. Die Verfolgungsjagd auf der A3 erstreckte sich über mehrere Landkreise und führte schließlich von Hessen nach Rheinland-Pfalz. Ähnlich dramatische Szenen spielten sich erst kürzlich in Nordrhein-Westfalen ab: Jugendliche lieferten sich in Saerbeck eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, bevor auch dort mehrere Personen festgenommen wurden.

Festnahme in Montabaur: Flucht zu Fuß scheitert im Industriegebiet

Nach rund 100 Kilometern Verfolgungsfahrt verließ der Tatverdächtige die A3 bei der Ausfahrt Montabaur und fuhr in ein angrenzendes Industriegebiet. Dort stellte er das Fahrzeug ab, überwand einen Zaun und versuchte, zu Fuß zu flüchten. Der Polizeihubschrauber konnte den Flüchtenden jedoch aus der Luft weiter verfolgen und die Position an die Bodenkräfte übermitteln. Kurze Zeit später gelang Beamten die Festnahme des 18-Jährigen. Bei der Durchsuchung der unmittelbaren Umgebung fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusspistole, die als mutmaßliche Tatwaffe gilt. Der gestohlene VW Golf der Seniorin wurde sichergestellt und an die Eigentümerin zurückgegeben.

Ermittlungen: Welche Vorwürfe drohen dem 18-Jährigen?

Die Polizeidirektion Montabaur hat die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit den hessischen Kollegen übernommen. Dem Tatverdächtigen werden laut Polizeiangaben mehrere schwere Delikte vorgeworfen: räuberische Erpressung, mehrfache Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis. Der 18-Jährige wurde nach seiner Festnahme einem Haftrichter vorgeführt. Laut Ermittlern werden Zeugen gesucht, die den schwarzen VW Golf während der Verfolgungsfahrt auf der A3 beobachtet haben oder weitere Angaben zum Vorfall machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Montabaur entgegen. Derart riskante Autoraube beschäftigen die Behörden regelmäßig – erst im Februar 2026 ermittelte die Polizei nach einem Großeinsatz mit mehreren Festnahmen in Hessen.

Quellen: Hessenschau, SWR, Rhein-Zeitung, Polizeidirektion Montabaur

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