WhatsApp bringt mehr Privatsphäre in Gespräche mit Meta AI

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Grzegorz Walczak

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WhatsApp erweitert seine KI-Funktionen um einen neuen privaten Modus. Mit dem sogenannten Incognito Chat können Nutzer künftig mit Meta AI kommunizieren, ohne dass die Inhalte dauerhaft gespeichert werden sollen. Die Funktion wird nach Angaben von Meta und WhatsApp über mehrere Monate ausgerollt und ist daher nicht sofort auf allen Geräten verfügbar.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie künstliche Intelligenz in einem Messenger genutzt werden kann, ohne dass persönliche Inhalte unnötig offengelegt werden. WhatsApp verweist dabei auf eine technische Lösung namens Private Processing. Sie soll dafür sorgen, dass Anfragen in einer geschützten Umgebung verarbeitet werden.

Was WhatsApp jetzt bei Meta AI ändert

Der neue Incognito Chat ist für Gespräche mit Meta AI gedacht. Nutzer können dort Fragen stellen oder Inhalte mit der KI besprechen, ohne dass daraus ein dauerhaft sichtbarer Chatverlauf entstehen soll. Nach den Angaben von WhatsApp sind diese Unterhaltungen temporär angelegt und verschwinden standardmäßig.

Wichtig ist die Abgrenzung zu normalen WhatsApp-Chats. Persönliche Nachrichten und Anrufe bleiben weiterhin Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Der neue Modus betrifft gezielt die Nutzung von Meta AI innerhalb von WhatsApp und der Meta-AI-App.

Warum der neue Modus wichtig ist

KI-Assistenten werden häufig für sensible Fragen genutzt. Dazu können gesundheitliche, berufliche, finanzielle oder persönliche Themen gehören. Gerade bei solchen Inhalten ist entscheidend, ob und wie ein Anbieter Zugriff auf Eingaben und Antworten erhält.

Meta stellt den Incognito Chat deshalb als besonders private Form der KI-Nutzung dar. Die Verarbeitung soll in einer sicheren Umgebung stattfinden, auf die Meta nach eigenen Angaben keinen Einblick hat. Die Gespräche sollen außerdem nicht gespeichert werden und nach dem Verlassen nicht wiederherstellbar sein.

Nicht alle Nutzer sehen die Funktion sofort

Der Start erfolgt schrittweise. WhatsApp weist darauf hin, dass die Funktion nur auf bestimmten Geräten verfügbar sein kann und möglicherweise noch nicht bei jedem Nutzer angezeigt wird. Ein sofortiger globaler Start für alle Konten ist damit nicht verbunden.

Für Nutzer bedeutet das: Wer die Funktion noch nicht sieht, muss nicht zwingend etwas falsch eingestellt haben. Der Rollout kann je nach Gerät, Region, App-Version und Konto unterschiedlich verlaufen.

Side Chat soll später folgen

Neben dem Incognito Chat kündigt WhatsApp eine weitere KI-Funktion an. Der sogenannte Side Chat soll es ermöglichen, Meta AI innerhalb eines bestehenden Chats privat um Hilfe zu bitten, ohne den Hauptchat zu unterbrechen. Auch diese Funktion soll auf Private Processing basieren.

Konkrete Details zur breiten Verfügbarkeit nennt WhatsApp bislang nicht. Side Chat ist angekündigt, aber noch nicht als allgemein verfügbare Funktion einzuordnen.

Was Nutzer jetzt beachten sollten

Der neue Incognito Chat verändert nicht automatisch alle WhatsApp-Unterhaltungen. Er ist eine zusätzliche Option für die Nutzung von Meta AI. Wer WhatsApp ausschließlich für klassische Nachrichten, Gruppen oder Anrufe nutzt, ist von der Neuerung zunächst nur indirekt betroffen.

Für Nutzer, die Meta AI bereits verwenden oder ausprobieren möchten, ist der neue Modus vor allem ein Datenschutzsignal. Entscheidend bleibt aber, welche Funktionen tatsächlich auf dem eigenen Gerät verfügbar sind und welche Hinweise WhatsApp innerhalb der App anzeigt.

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