
Osnabrück. Für das VW-Werk Osnabrück ist eine neue Zukunftsoption im Gespräch: Der israelische Rüstungskonzern Rafael interessiert sich nach Medienberichten für den Standort. Gespräche mit Volkswagen wurden demnach von Bastian Ernst bestätigt, CDU-Bundestagsabgeordneter und früherer Manager bei Dynamit Nobel Defence. DND ist die deutsche Tochter von Rafael.
Nach aktuellem Stand könnte Dynamit Nobel Defence den Standort übernehmen. Eine Entscheidung ist öffentlich jedoch nicht bestätigt. Als künftige Nutzung werden nach Medienberichten Komponenten für das israelische Flugabwehrsystem Iron Dome genannt. Von einer Produktion von Panzerfäusten in Osnabrück ist dabei nicht die Rede. Volkswagen verweist darauf, für das Werk nach dem Auslaufen der aktuellen Fertigung im Jahr 2027 tragfähige Perspektiven zu prüfen.
Für die Beschäftigten ist die Frage von erheblicher Bedeutung. In dem Werk arbeiten nach Medienangaben rund 2.300 Menschen. Die Fertigung des T-Roc-Cabrio soll 2027 enden; ein neuer Auftrag aus dem Volkswagen-Konzern ist bislang nicht bekannt.
Die Gespräche über den Standort fallen in eine Phase wirtschaftlichen Drucks bei Volkswagen. Der Konzern meldete für das erste Quartal 2026 ein Ergebnis nach Steuern von 1,564 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang um 28,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch die Auslieferungen gingen zurück. Weltweit übergab Volkswagen in den ersten drei Monaten 2,049 Millionen Fahrzeuge an Kunden, 4,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rückgänge in China und Nordamerika konnten durch Zuwächse in Europa nur teilweise ausgeglichen werden.
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