
Münster. Das ZDF zeigt am Mittwoch, 1. Juli 2026, um 22:00 Uhr den Krimi „Marie Brand und die falsche Wahrheit“. Für Marie Brand und Jürgen Simmel beginnt der Fall mit einem Schock am Morgen nach einer Geburtstagsparty: Die 18-jährige Isabell Lauterbach findet ihren Ex-Freund Ben Thiele tot im Bad. Sie selbst hat Blutspuren an sich, aber keine Erinnerung an die Nacht. Schnell geht es nicht mehr nur um einen möglichen Mord, sondern um Drogen, falsche Aussagen, sexuelle Übergriffe und eine Wahrheit, die mehrere Beteiligte um jeden Preis verbergen wollen. Die Folge ist die 33. Episode der ZDF-Reihe und wurde erstmals am 8. April 2023 ausgestrahlt. Regie führte Michael Zens, das Drehbuch schrieb Andreas Linke.
Der Fall beginnt nach einer ausgelassenen Feier zum 18. Geburtstag von Isabell Lauterbach, gespielt von Anna-Lena Schwing. Am Morgen danach liegt ihr Ex-Freund Ben Thiele tot im Badezimmer. Isabell wird schnell zur zentralen Verdächtigen. Denn an ihrem Körper finden sich Blutspuren, und zunächst ist offen, ob sie Ben im Rausch, unter Drogen oder aus einem verdrängten Motiv heraus getötet haben könnte. Die Ermittlungen bekommen eine zusätzliche Brisanz, als in Isabells Blut neben Kokain auch Rohypnol festgestellt wird. Damit steht der Verdacht im Raum, dass ihr K.-o.-Tropfen verabreicht wurden. Marie Brand und Jürgen Simmel müssen klären, ob der Filmriss echt ist – oder ob Isabell ihre Erinnerungslosigkeit nutzt, um sich selbst zu schützen.
Das Opfer ist Ben Thiele, gespielt von Max Kruk. Er war Isabells Ex-Freund und bewegte sich wie sie im Umfeld einer Sprint-Staffel. Der Krimi führt zunächst mehrere mögliche Motive vor: Eifersucht, verletzte Gefühle, Drogen, Konkurrenz innerhalb der Clique und Spannungen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen. Besonders verdächtig wirkt zeitweise Jan Frehse. Er gehört zur Sportgruppe, hatte Streit mit Ben und wird von den Ermittlern auch wegen seiner Drogengeschäfte befragt.
Die Auflösung führt jedoch in eine andere Richtung. Im Zentrum steht der Trainer Victor Holtmann, gespielt von Florian Anderer. Er war auf der Party, hat eine belastete Vergangenheit und gerät in Verdacht, junge Frauen sexuell bedrängt zu haben. Die entscheidende Spur: Ben wusste offenbar von Holtmanns Übergriffen. Damit hatte der Trainer ein starkes Motiv, ihn zum Schweigen zu bringen. Im Finale wird klar, dass Holtmann Isabell K.-o.-Tropfen verabreichte. Als er später zurückkehrte, wurde er von Ben überrascht. Es kam zu einem Gerangel, Ben stürzte im Bad und starb. Holtmann verließ den Tatort, statt Hilfe zu holen.
Mariele Millowitsch spielt Marie Brand als analytische Ermittlerin, die genau beobachtet und Widersprüche sauber herausarbeitet. In diesem Fall muss sie nicht nur Spuren sichern, sondern vor allem Aussagen sortieren: Wer erinnert sich wirklich? Wer schweigt aus Angst? Wer schützt sich selbst? Und wer nutzt die chaotische Partynacht, um die eigene Rolle zu verschleiern?
An ihrer Seite steht Hinnerk Schönemann als Jürgen Simmel. Simmel bringt wie gewohnt mehr Bauchgefühl und körperliche Präsenz in die Ermittlungen. Zugleich setzt die Folge auch auf die bekannte Dynamik des Duos: Brand denkt kühl und logisch, Simmel agiert emotionaler und spontaner. Dass er sich bei einer Verfolgung verletzt und später mit Krücken unterwegs ist, gibt der düsteren Geschichte etwas Reihenhumor, ohne den ernsten Kern des Falls aufzulösen.
Neben Mariele Millowitsch und Hinnerk Schönemann ist Anna-Lena Schwing als Isabell Lauterbach die zentrale Figur des Falls. Ihre Eltern werden von Julian Weigend als Wolfgang Lauterbach und Paula Paul als Elke Lauterbach gespielt. Isabells beste Freundin Ella Wittmer wird von Charlotte Krause verkörpert. Sie gerät in den Fokus, weil sie wichtige Informationen zurückhält und eine Verbindung zu den Drogen hat.
Weitere wichtige Rollen sind Florian Anderer als Trainer Victor Holtmann, Hanno Friedrich als Klaus Thiele, Ludger Bökelmann als Jan Frehse, Nico Kleemann als Tarek Zaidan, Nora Solcher als Melanie Josten und Winnie Böwe als Anna Wittmer. Ergänzt wird die Besetzung unter anderem durch Neshe Demir als Direktor Dr. Erich, Doris Plenert als Franziska Koswig, Saskia Schwarz als Dr. Lilia Schneider und Nils Bannert als Paul Bomer.
Der Titel „Marie Brand und die falsche Wahrheit“ spielt mit mehreren Ebenen. Die erste scheinbare Wahrheit lautet: Isabell wacht nach der Party auf, hat Blut an sich, erinnert sich an nichts und findet ihren Ex-Freund tot. Alles sieht so aus, als könnte sie selbst die Täterin sein. Diese Wahrheit ist aber nur die Oberfläche. Die zweite falsche Wahrheit entsteht durch die Aussagen der Partygäste. Viele erzählen nur Teile dessen, was sie wissen. Ella verschweigt, dass sie Drogen besorgt hat. Jan wirkt verdächtig, weil er mit Drogen handelt und mit Ben aneinandergeraten ist. Auch die Erwachsenen im Umfeld wirken nicht offen. Dadurch entsteht ein Netz aus Halbwahrheiten, das Marie Brand Stück für Stück auflösen muss. Die eigentliche Enthüllung betrifft Victor Holtmann. Nicht Isabells angebliche Schuld, sondern Holtmanns Übergriffsmuster und sein Versuch, Isabell gefügig zu machen, führen zur Tat. Ben stirbt, weil er in Holtmanns Plan gerät und offenbar zu viel weiß.
Isabell steht zunächst im Mittelpunkt, weil ihr Gedächtnisverlust schwer einzuordnen ist. Dann verschiebt sich der Verdacht: Ella hat mehr mit den Drogen zu tun, als sie zugibt. Jan Frehse rückt wegen eines Streits mit Ben und seiner Drogentätigkeit ins Visier. Auch Isabells Eltern geraten zeitweise in den Verdacht, nicht alles über die Nacht zu sagen. Die entscheidende Wendung kommt über Victor Holtmann. Seine Vergangenheit als Lehrer und frühere Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe öffnen eine neue Spur. Als klar wird, dass Ben von Holtmanns Verhalten erfahren hatte, fügt sich der Fall neu zusammen. Isabell versucht, Holtmann selbst zu testen und bringt sich dadurch in Gefahr. Im Finale gesteht Holtmann, Isabell die Tropfen verabreicht zu haben. Brand und Simmel greifen rechtzeitig ein, bevor Isabell zum nächsten Opfer wird.
Bei der Ausstrahlung am Mittwoch, 1. Juli 2026, handelt es sich um eine Wiederholung. Die Folge lief ursprünglich am 8. April 2023 im ZDF; in der Mediathek war sie bereits ab dem 1. April 2023 verfügbar. Für den 1. Juli 2026 ist „Marie Brand und die falsche Wahrheit“ als 33. Folge der Reihe im ZDF-Programm von 22:00 bis 23:30 Uhr angekündigt.
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Am Mittwoch, 1. Juli 2026, zeigt das ZDF um 20:15 Uhr den Krimi „Marie Brand und die Ehrenfrauen“. Es ist der 32. Fall der Reihe mit Mariele Millowitsch als Hauptkommissarin Marie Brand und Hinnerk Schönemann als Jürgen Simmel. Der Film lief erstmals am 4. Januar 2023 im ZDF, die Ausstrahlung heute ist also eine Wiederholung. Regie führte Michael Zens, das Drehbuch schrieb Katja Röder. Die Folge verbindet einen Baustellenmord in Köln mit Schwarzarbeit, Geldwäsche, Zeugenschutz und einer Mafia-Spur, die bis in eine sizilianische Familiengeschichte reicht.
Der Fall beginnt auf einer Baustelle: Der Ingenieur Claudio Messina kommt bei der Explosion eines Baucontainers ums Leben. Zunächst sieht alles nach einem Unglück aus, doch Marie Brand erkennt schnell, dass der Tod inszeniert wurde. Die Spuren sprechen dafür, dass jemand den Mord als Arbeitsunfall tarnen wollte. Auffällig verhält sich am Tatort auch Giuseppe Costa, der als Vorarbeiter für Personal auf der Baustelle zuständig ist. Sein Verhalten bringt die Ermittler auf eine zweite Spur: In dem Betrieb könnten Schwarzarbeiter eingesetzt worden sein. Damit wird aus dem vermeintlichen Baustellenunfall ein Fall mit deutlich größerer Dimension.
Marie Brand bleibt auch in dieser Folge die analytische Ermittlerin. Sie kombiniert Details, hinterfragt Zufälle und erkennt früh, dass die Explosion nicht zu einem normalen Unfallbild passt. Jürgen Simmel ist ihr Gegenpol: emotionaler, spontaner und stärker über Menschen und Situationen gesteuert. In „Marie Brand und die Ehrenfrauen“ bekommt Simmel zusätzlich eine persönliche Note, weil er Francesca Messina kennt. Dadurch wird der Fall für ihn weniger distanziert. Zugleich passt sein kleines Espresso-Interesse in die italienisch geprägte Handlung, ohne den Krimi zur Komödie zu machen.
Rätselhaft wird der Fall, als die Polizeiakte des getöteten Claudio Messina nicht frei zugänglich ist. Für Brand und Simmel deutet das auf einen besonderen Hintergrund hin. Nach und nach wird klar: Claudio und seine Frau Francesca Messina stehen offenbar im Zusammenhang mit Zeugenschutz und Mafia-Ermittlungen. Francesca stammt aus Sizilien. Ihr Vater war ein einflussreicher Mafia-Boss, sie hatte gegen die eigene Familie ausgesagt und war danach in Deutschland untergetaucht. Damit bekommt der Mord eine zweite Ebene: Es geht nicht nur um Schwarzarbeit auf einer Kölner Baustelle, sondern auch um alte Rechnungen innerhalb eines kriminellen Clans.
Zu den zentralen Gastrollen gehört Dagny Dewath als Francesca Messina, die Ehefrau des Opfers. Patrizia Carlucci spielt Carla Giordano, eine junge Italienerin, die zunehmend in den Fokus der Ermittlungen rückt. Nicola Perot ist als Giuseppe Costa zu sehen, der zunächst durch sein Verhalten am Tatort auffällt und später selbst erschossen aufgefunden wird. Stephan Baumecker spielt den Bauunternehmer Uwe Schimkat, dessen Geschäftsverbindungen für Brand und Simmel wichtig werden. Sami Loris verkörpert das Opfer Claudio Messina. Weitere Rollen übernehmen Franziska Arndt als Michaela, Stephanie Kämmer als Tina, Stephan Lampadius als Ingo, Bernhard Glose als Antonio, Francesco Russo als Herr Grecci, Vittorio Alfieri als Herr Stazzo, Caroline Schreiber als Dr. Bruckner, Gavrilo Arnautovic als Nicolo Messina und Julia Kovacs als Laura Messina.
Die Ermittlungen führen zunächst zu einem System aus Scheinfirmen und illegaler Beschäftigung. Claudio Messina war offenbar dem Bauunternehmer Uwe Schimkat auf der Spur, der für die Beschaffung von Schwarzarbeitern mit einer italienischen Scheinfirma zusammengearbeitet haben soll. Als Brand und Simmel die angeblichen Firmengründer überprüfen, stoßen sie auf zwei sizilianische Ziegenhirten, die nur als Strohmänner dienen. Die eigentliche Drahtzieherin ist Carla Giordano. Dann eskaliert der Fall: Giuseppe Costa wird erschossen, neben seiner Leiche wird ein Zeichen einer bekannten Mafiafamilie platziert. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt endgültig in Richtung organisierte Kriminalität.
Der Titel führt nicht ins Rotlichtmilieu und nicht in eine Geschichte über Prostitution. „Ehrenfrauen“ spielt auf die sogenannte „ehrenwerte Gesellschaft“ an, also auf das Mafia-Milieu. Der Krimi dreht den klassischen Begriff der „Ehrenmänner“ jedoch um: Im Zentrum stehen Frauen, die innerhalb dieser kriminellen Strukturen wichtige Rollen einnehmen. Francesca Messina ist die Aussteigerin und Zeugin, die gegen ihre Herkunftsfamilie stand. Carla Giordano ist die Frau, die die Geschäfte des Clans führt. Damit geht es um Macht, Verrat, Familienloyalität und die Frage, wer am Ende tatsächlich über Leben und Tod entscheidet.
Im Finale spitzt sich der Konflikt zwischen Francesca Messina und Carla Giordano zu. Francesca glaubt, dass ihre Vergangenheit sie eingeholt hat, und sucht selbst nach Antworten. Carla Giordano hatte den Auftrag zur Liquidierung gegeben, beteuert aber, nicht gewusst zu haben, dass der Mann, der die Geschäfte gefährdete, ausgerechnet Claudio Messina war. Marie Brand kann verhindern, dass Francesca zur Selbstjustiz greift. Carla wird festgenommen; der Mord an Giuseppe Costa soll ihr nachgewiesen werden können. Francesca und ihre Kinder werden anschließend erneut über das Zeugenschutzprogramm in Sicherheit gebracht. Gedreht wurde der Film von September bis November 2022 in Köln und Umgebung.
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