900 Hunde nachgemeldet: Münster nimmt 107.000 Euro ein

Münster kontrolliert ab September die Hundesteuer. Bis Ende September ist eine Nachmeldung ohne Bußgeld möglich.
Die Stadt Münster führt ab September eine stadtweite Hundebestandsaufnahme durch. ©Stadt Münster/Britta Roski

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Münster. Die Hundebestandsaufnahme in Münster zeigt bereits deutliche Auswirkungen: Seit dem Start der Informationskampagne am 24. August haben Hundehalterinnen und Hundehalter mehr als 900 bislang nicht gemeldete Tiere zur Hundesteuer angemeldet. Nach Angaben der Stadt Münster entstehen dadurch zusätzliche Einnahmen von rund 107.000 Euro. In der Summe sind auch Steuerzahlungen für zurückliegende Zeiträume enthalten.

Die Hundesteuer in Münster steht seit Anfang September verstärkt im Fokus der Verwaltung. Das Ordnungsamt sowie das Amt für Finanzen und Beteiligungen führen im gesamten Stadtgebiet Kontrollen durch und überprüfen, ob gehaltene Hunde ordnungsgemäß angemeldet sind.

Nachmeldung noch bis 30. September ohne Bußgeld

Noch bis einschließlich 30. September können Hundehalter einen bislang nicht registrierten Hund nachmelden, ohne dass wegen der verspäteten Anmeldung ein Bußgeld verhängt wird. Die ausstehende Hundesteuer muss allerdings rückwirkend ab dem tatsächlichen Beginn der Hundehaltung gezahlt werden.

Ab Oktober ändert sich die Situation. Wer dann mit einem nicht angemeldeten Hund festgestellt wird, muss zusätzlich zur ausstehenden Steuer mit einem Bußgeld rechnen. Nach Angaben der Stadt können Verstöße gegen die Anmeldepflicht mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Die Stadtverwaltung empfiehlt deshalb, noch vor Ablauf der Frist zu überprüfen, ob der eigene Hund korrekt registriert ist. Die Anmeldung kann auch online über das Hundesteuer-Portal der Stadt Münster vorgenommen werden.

Stadt Münster zieht positive Zwischenbilanz

Die Verwaltung bewertet den bisherigen Verlauf der Kontrollen positiv. Nach Angaben von Fabian Asseth, Abteilungsleiter Steuern bei der Stadt Münster, reagieren die meisten kontrollierten Bürger verständnisvoll auf die Bestandsaufnahme.

Auch bei den Gesprächen vor Ort werde nach Darstellung der Stadt häufig deutlich, dass eine einheitliche Behandlung aller Hundehalter grundsätzlich auf Zustimmung stoße. Ziel der Kontrollen sei es, bislang nicht erfasste Hundehaltungen festzustellen und dafür zu sorgen, dass die Steuerpflicht gleichermaßen eingehalten wird.

Die mehr als 900 zusätzlichen Anmeldungen innerhalb eines Monats zeigen bereits, welchen Umfang nicht registrierte Hundehaltungen in Münster hatten. Wie viele weitere Tiere bis zum Ende der freiwilligen Nachmeldefrist hinzukommen, steht noch nicht fest.

Ab dem 1. Oktober will die Stadt ihre Kontrollen fortsetzen und bei festgestellten Verstößen gegen die Anmeldepflicht zusätzlich Bußgelder verhängen.

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