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Junge Wähler in Deutschland: Ein dramatischer Rechtsruck?

Eine Person wählt die AfD. Eine tiefgehende Analyse zeigt, wie die steigende AfD-Unterstützung bei jungen Wählern in Deutschland mit wachsender Unzufriedenheit über die politische und gesellschaftliche Lage korreliert.
Foto: Mika Baumeister

In den letzten Jahren zeigt sich ein signifikanter Anstieg der politischen Präferenz für die AfD unter jungen Deutschen im Alter von 14 bis 29 Jahren. Würde jetzt eine Bundestagswahl stattfinden, würden 22 Prozent dieser Altersgruppe ihre Stimme der AfD geben. Dies stellt eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den Vorjahren dar.

Durchführung und Ergebnisse der Studie

Die Daten stammen aus einer repräsentativen Befragung, die im Januar und Februar durchgeführt wurde. Mehr als 2000 junge Menschen wurden befragt, was die Ergebnisse besonders aussagekräftig macht.

Trotz einer allgemeinen Zufriedenheit mit der eigenen finanziellen und beruflichen Lage, zeigt sich die junge Generation zunehmend unzufrieden mit der gesellschaftlich-wirtschaftlichen Situation Deutschlands. Besonders die politischen Verhältnisse stoßen auf immer weniger Gegenliebe.

Aktuelle Sorgen der Jugend

Die jungen Deutschen sind vor allem von wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen betroffen. Die Inflation, hohe Mieten und die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind nur einige der Sorgen, die die junge Generation umtreiben.

Die Corona-Pandemie hat das Vertrauen in die Zukunftsbewältigung stark beeinträchtigt. Die anhaltende Verunsicherung spiegelt sich in der politischen Orientierung und der gesellschaftlichen Einstellung der Jugend wider.

Verschiebung der politischen Präferenzen

Während die Unterstützung für die Grünen von 27 Prozent im Jahr 2022 auf 18 Prozent gefallen ist, hat die AfD stark zugelegt. Auch die FDP und SPD erlebten Rückgänge, während die Union einen leichten Anstieg verzeichnen konnte. Interessant ist auch das neue Bündnis um Sahra Wagenknecht, das 5 Prozent erreicht.

Diese Trends zeigen, wie die politische Landschaft unter jungen Wählern einem Wandel unterliegt, der durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Unzufriedenheit befeuert wird. Die Veränderungen in den politischen Präferenzen sind ein klares Signal für etablierte Parteien, die Bedürfnisse und Sorgen der jüngeren Generation ernster zu nehmen.