Preußen Münster kämpft sich gegen Saarbrücken zum 3:3

SC Preußen Münster äußert sich zu Vorfällen beim Spiel gegen Eintracht Braunschweig
Foto: SC Preußen Münster

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Münster. Der SC Preußen Münster hat gegen den 1. FC Saarbrücken eine starke Reaktion gezeigt und nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand noch ein 3:3 geholt. Vor 12.694 Zuschauern im LVM-Preußenstadion gerieten die Münsteraner früh unter Druck, fanden nach der Pause aber deutlich besser in die Partie. Lucas Zeller und Montell Ndikom sorgten schließlich dafür, dass Preußen Münster gegen Saarbrücken zumindest einen Punkt in Münster behielt.

Saarbrücken setzt Münster früh unter Druck

Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start. Bereits in der vierten Minute fiel das 0:1: Calogero Rizzuto zog aus rund 20 Metern ab, Preußen-Torwart Morten Behrens ließ den Ball nach vorne abprallen und Alexander Staff nutzte die Situation zur frühen Führung.

Auch danach blieb Saarbrücken zunächst die gefährlichere Mannschaft. Die Gäste kamen zu mehreren Eckbällen und Abschlüssen, während Münster Schwierigkeiten hatte, Ruhe in den eigenen Spielaufbau zu bekommen. Nach zehn Minuten musste Torge Paetow einen Kopfball von Kelsey Owusu vor der Linie klären, wenig später setzte Kai Brünker einen Abschluss aus spitzem Winkel auf das Tor.

In der 20. Minute erhöhte Saarbrücken auf 0:2. Owusu setzte sich im Dribbling gegen mehrere Münsteraner durch und traf über den Innenpfosten. Die Antwort der Preußen folgte allerdings sofort: Nur eine Minute später setzte sich Louis Kolbe auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe verwertete Charalambos Makridis aus kurzer Distanz zum 1:2.

Der Anschlusstreffer brachte Münster zunächst mehr Zugriff, doch Saarbrücken blieb offensiv gefährlich. In der 29. Minute stellte Florian Pick den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Owusu kam auf der rechten Seite zur Hereingabe, Pick vollendete am zweiten Pfosten direkt zum 1:3.

Münster findet vor der Pause kaum Lösungen

Preußen versuchte anschließend, über mehr Risiko nach vorne zurück in die Partie zu kommen. Torge Paetow schob bei Ballbesitz immer wieder aus der Defensive nach vorne, doch Saarbrücken verteidigte kompakt und ließ nur wenige klare Möglichkeiten zu. Die beste Münsteraner Chance vor der Pause hatte Samuel Althaus: Sein Abschluss aus spitzem Winkel landete in der 37. Minute an der Querlatte, Saarbrückens Torhüter Matteo Bignetti war noch am Ball.

Bis zum Halbzeitpfiff blieb es beim 1:3. Die Gäste hatten bis dahin vor allem in den Zweikämpfen Vorteile und brachten ihre Führung kontrolliert in die Kabine. Münster musste nach dem Seitenwechsel deutlich mehr investieren, um noch einmal zurückzukommen.

Zeller leitet Münsters Aufholjagd ein

Nach der Pause präsentierten sich die Preußen aktiver. In der 50. Minute setzte Antonio Tikvic zu einem Vorstoß an und brachte Ryan Johansson in Position, dessen Abschluss allerdings geblockt wurde. Münster erhöhte nun schrittweise den Druck.

In der 57. Minute wurde die verbesserte Phase belohnt. Nach einem Foul an Johansson gab es Freistoß für Preußen. Johansson brachte den Ball in den Strafraum, Lucas Zeller war zur Stelle und verkürzte auf 2:3.

Nur wenige Minuten später folgte der nächste Impuls von der Bank. Montell Ndikom wurde in der 61. Minute eingewechselt – und traf nahezu unmittelbar danach. Der Offensivspieler nahm aus rund 23 Metern Maß und jagte den Ball zum 3:3 unter die Latte. Innerhalb von fünf Minuten hatte Münster den Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt.

Beide Teams haben Chancen auf den Sieg

Nach dem Ausgleich blieb das Spiel offen. Saarbrücken versuchte, wieder mehr Kontrolle zu bekommen, während Münster nun selbst auf den Führungstreffer drängte. Ryan Johansson zwang Bignetti in der 68. Minute mit einem Abschluss aus halblinker Position zu einer Parade.

In der Schlussphase wurden die Gäste noch einmal gefährlich. In der 83. Minute kam Kai Brünker nach einer Flanke aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Behrens reagierte stark und verhinderte das 3:4. Im Nachsetzen verfehlte Maurice Multhaup das Tor.

Auch in der Nachspielzeit hatte Saarbrücken noch Möglichkeiten. Ein abgefälschter Schuss von Florian Pick strich nur knapp am Münsteraner Tor vorbei. Kurz darauf war Schluss. Nach sechs Minuten Nachspielzeit blieb es beim 3:3.

Preußen bleibt zu Hause ungeschlagen

Mit dem Remis bleibt der SC Preußen Münster im eigenen Stadion in dieser Saison ungeschlagen. Gleichzeitig setzte sich eine bemerkenswerte Serie gegen Saarbrücken fort: Für Münster war es das zehnte Spiel in Folge ohne Niederlage gegen den FCS. Nach dem sechsten Spieltag steht der SCP auf Tabellenplatz vier.

Nach einem schwierigen ersten Durchgang zeigte Münster vor allem nach der Pause eine deutlich bessere Leistung. Entscheidend waren dabei die beiden schnellen Treffer von Zeller und Ndikom, die eine Partie wieder öffneten, die nach dem 1:3 zur Pause bereits klar in Richtung Saarbrücken zu laufen schien.

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