Amokfahrt Leipzig: Auto rast durch Fußgängerzone – 2 Tote, 25 Verletzte

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Am Montagnachmittag des 4. Mai 2026 hat sich in der Innenstadt von Leipzig ein schwerer Vorfall ereignet, der die ganze Stadt in Schock versetzt hat. Ein VW-SUV raste vom Augustusplatz über die Grimmaische Straße durch die belebte Fußgängerzone in Richtung Thomaskirchhof und erfasste dabei zahlreiche Menschen. Oberbürgermeister Burkhard Jung bestätigte am Nachmittag zwei Tote sowie rund 25 Verletzte. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Für die Bevölkerung besteht keine weitere Gefahr mehr, erklärte Jung.

Der Ablauf: VW-SUV rast durch belebte Fußgängerzone Leipzig

Nach ersten Berichten fuhr das stark beschädigte Fahrzeug – ein VW-SUV – vom Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße mitten durch die Fußgängerzone der Leipziger Innenstadt. Augenzeugen berichteten, dass sich offenbar eine Person auf dem Autodach befunden habe, als das Fahrzeug durch die Menge raste. Das Auto fuhr in Richtung Markt und Thomaskirchhof, einem der belebtesten Bereiche der Innenstadt. Zahlreiche Passanten wurden erfasst und teils schwer verletzt. Die Polizei sprach von einer zunächst dynamischen Lage und sperrte die gesamte Innenstadt weiträumig ab.

Die genaue Route des Fahrzeugs sowie der Ausgangspunkt des Vorfalls werden derzeit von den Ermittlern rekonstruiert. Ersten Informationen zufolge soll dem Vorfall möglicherweise eine Auseinandersetzung vorausgegangen sein. Offizielle Angaben zu einem möglichen Motiv oder einem terroristischen Hintergrund lagen zunächst nicht vor. Die Behörden ermitteln in alle Richtungen.

Zwei Tote und dutzende Verletzte – Oberbürgermeister bestätigt Opfer

Oberbürgermeister Burkhard Jung bestätigte am Montagnachmittag in einer ersten Stellungnahme, dass mindestens zwei Menschen bei dem Vorfall ums Leben gekommen sind. Nach Angaben der Polizei wurden außerdem mindestens zwei weitere Personen schwer verletzt; insgesamt wurden rund 25 Menschen angefahren. Das Ausmaß der Verletzungen bei allen Betroffenen war zunächst noch nicht vollständig bekannt.

Rettungskräfte versorgten die Verletzten noch am Tatort und brachten sie in umliegende Krankenhäuser. Angehörige von Betroffenen wurden aufgefordert, nicht in die Innenstadt zu fahren, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Ein Seelsorge-Team der Stadt Leipzig wurde ebenfalls eingesetzt, um Betroffene und Augenzeugen zu betreuen. Viele Passanten standen sichtlich unter Schock. Ähnliche Schockmomente erlebten zuletzt Anwohner in Gommern, als eine Frau schwer verletzt wurde.

Täter festgenommen – Ermittlungen zu Hintergrund laufen

Der mutmaßliche Fahrer des Fahrzeugs wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen. Oberbürgermeister Jung erklärte: Von dem Täter gehe keine weitere Gefahr mehr aus. Die Identität des Festgenommenen sowie mögliche Hintergründe und Motive wurden zunächst nicht offiziell kommuniziert.

Berichten zufolge soll es im Zusammenhang mit dem Vorfall auch eine Messerstecherei gegeben haben – dies war jedoch zunächst unbestätigt. Die Polizei Sachsen leitete umfangreiche Ermittlungen ein und bat die Bevölkerung, die Innenstadt zu meiden und keine Gerüchte über soziale Netzwerke zu verbreiten. Die Sicherheitsbehörden koordinierten von Beginn an eng miteinander.

Großeinsatz der Rettungskräfte in der Innenstadt

Die Behörden lösten unmittelbar nach dem Vorfall einen MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) aus – ein Großschadensereignis-Alarm, der in Deutschland nur bei schwerwiegenden Unglücken mit vielen Verletzten ausgelöst wird. Rund 40 Kräfte der Feuerwehr sowie 40 Kräfte des Rettungsdienstes rückten aus. Zusätzlich waren zwei Rettungshelikopter im Einsatz, um Schwerverletzte schnell in geeignete Kliniken zu transportieren.

Die gesamte Innenstadt wurde weiträumig abgesperrt, Straßenbahnen und Busse konnten nicht mehr in das Zentrum fahren. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und Fenster sowie Türen geschlossen zu halten. Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei sicherten den Bereich. Gegen Abend gaben die Behörden bekannt, dass die Lage unter Kontrolle sei und keine weitere Bedrohung bestehe. Für Betroffene des Vorfalls wurde eine Notfallnummer eingerichtet.

Der Vorfall erinnert an frühere Anschläge mit Fahrzeugen auf belebte Fußgängerzonen in deutschen Städten. Sicherheitsexperten haben in der Vergangenheit gefordert, solche Bereiche durch Poller besser zu schützen. Auch auf deutschen Straßen fordert Verkehrsgewalt immer wieder schwere Opfer. Ob es sich bei dem Vorfall in Leipzig um einen gezielten Anschlag oder einen anderen Hintergrund handelt, werden die Ermittlungen zeigen.

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