
Benjamin von Stuckrad-Barre ist dieser Tage in aller Munde – nicht nur wegen seines neuen Buches, sondern auch wegen einer sehr persönlichen öffentlichen Aussage. Der Berliner Schriftsteller, der mit seinem Roman „Soloalbum“ eine ganze Generation prägte, hat sich von seinem langjährigen Freund Christian Ulmen distanziert. Die Begründung: häusliche Gewalt. Ein Satz, der einschlägt wie ein Hammer.
Benjamin von Stuckrad-Barre, 1975 in Bremen geboren, gehört seit den späten 1990er-Jahren zu den bekanntesten deutschen Autoren seiner Generation. Sein Debütroman „Soloalbum“ (1998) wurde zum Kultbuch und später verfilmt. Es folgten Bücher wie „Remix“, „Blackbox“, „Ich glaube“ und zuletzt das gefeierte „Noch wach?“ (2023), in dem er den Machtmissbrauch im deutschen Medien- und Unterhaltungsbetrieb thematisierte. Stuckrad-Barre ist bekannt für seinen pointierten, popkulturellen Stil – und für seinen Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Er lebt in Berlin und gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur.
In einem Interview äußerte sich Stuckrad-Barre erstmals öffentlich zu seinem zerbrochenen Verhältnis mit Schauspieler und Regisseur Christian Ulmen, mit dem ihn über 30 Jahre eine enge Freundschaft verband. Der Autor machte unmissverständlich klar: Häusliche Gewalt sei für ihn eine absolute Grenze. „Bei Gewalt endet alles“, soll er dem Sinn nach gesagt haben. Die Aussage wird als Reaktion auf Berichte über Ulmens Verhalten in seiner Ehe verstanden. Stuckrad-Barre zog damit eine klare öffentliche Linie – und erntete dafür breites Lob aus der Kulturszene. Für viele ist dieser Schritt ein weiteres Zeichen für seine konsequente Haltung: Wer Freundschaft mit ihm teilen möchte, muss Verantwortung tragen.
Parallel zu diesen persönlichen Schlagzeilen erscheint Stuckrad-Barres neues Werk: „Udo Fröhliche“, ein Buch, das tief in das Universum von Udo Lindenberg eintaucht. Verlegt bei Kiepenheuer & Witsch, zeichnet es ein intimes Porträt des Hamburger Rockers – aus der Perspektive eines Mannes, der Lindenberg seit Jahren persönlich kennt und verehrt. Stuckrad-Barre beschreibt nicht nur Lindenbergs Musik und Leben, sondern auch das Lebensgefühl, das er verkörpert: Freiheit, Humor, Selbstbestimmung. Das Buch wird von Kritikern als liebevolle Hommage und literarisch ambitioniertes Porträt zugleich gelobt. Lesungen und Veranstaltungen sind bereits ausverkauft – Tickets über Eventim noch vereinzelt verfügbar.
Was Benjamin von Stuckrad-Barre von vielen anderen Autoren unterscheidet, ist seine Bereitschaft, sich auch in schwierigen Momenten zu positionieren. Ob beim Thema Machtmissbrauch in der Medienbranche, beim öffentlichen Umgang mit Sucht und psychischen Erkrankungen oder jetzt bei der Frage, was wahre Freundschaft bedeutet – er weicht nicht aus. Ähnlich mutige öffentliche Positionierungen finden sich auch bei anderen Persönlichkeiten des Kulturbetriebs, wie etwa Sergio Bambaren, der mit seiner Naturverbundenheit und spirituellen Botschaft regelmäßig für Aufmerksamkeit sorgt. Stuckrad-Barre jedoch macht deutlich: Literatur ist für ihn kein Rückzugsort, sondern ein Werkzeug. Und wer ihn kennt, weiß, dass er dieses Werkzeug mit Präzision einsetzt.
Quellen: Der Spiegel, Rolling Stone DE, 20 Minuten, Tagesspiegel, Kiepenheuer & Witsch Verlag, Eventim
Am Dienstagmorgen hat die Stadtverwaltung Münster die Bänke und Sitzgelegenheiten am Servatiiplatz entfernt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Situation in diesem Bereich zu entschärfen, der sich in den letzten Monaten zu einem Hotspot für Drogenhandel und Straßenkriminalität entwickelt hat. Die Bänke sollen erst dann wieder aufgestellt werden, wenn sich die Lage beruhigt hat.
Erst vor einigen Monaten wurden die Bänke im Von-Vincke-Park entfernt, nachdem es dort zu Problemen mit Drogendealern gekommen war. Die Szene verlagerte sich daraufhin zum Servatiiplatz, der sich nun ebenfalls zu einem Brennpunkt entwickelt hat. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, zu verhindern, dass sich die Szene nach dem erneuten Abbau der Sitzgelegenheiten erneut verlagert.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben.
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