
Eine Bruchlandung am Hamburg Airport hat am Sonntagnachmittag den Flugverkehr für rund zweieinhalb Stunden komplett lahmgelegt. Eine aus Cannes kommende Propellermaschine vom Typ Socata TBM-700C verlor bei der Landung gegen 16 Uhr das Bugfahrwerk und kam auf der Nase zum Stehen. Verletzt wurde nach Angaben des Flughafens niemand.
Das Kleinflugzeug setzte am Sonntag gegen 16 Uhr auf der Landebahn des Flughafens Hamburg-Fuhlsbüttel auf. Beim Aufsetzen brach das Bugfahrwerk weg, die Maschine kippte nach vorn und blieb mit der Nase auf der Piste liegen. An Bord der Socata TBM-700C waren nach bisherigen Erkenntnissen nur wenige Personen, alle blieben unverletzt. Die Feuerwehr und das Rettungspersonal des Flughafens waren binnen Minuten vor Ort und sicherten die havarierte Maschine.
Direkt nach dem Vorfall stoppte die Flugsicherung sämtliche Starts und Landungen. Der Flughafen war nach übereinstimmenden Berichten zwischen 16 Uhr und etwa 18:30 Uhr komplett gesperrt. Während dieser Zeit musste die Landebahn aufwendig gereinigt werden, bevor wieder Maschinen aufsetzen konnten. Erst ab 19 Uhr nahm der Flugverkehr nach Angaben mehrerer Quellen schrittweise wieder Fahrt auf.
Großereignisse mit Folgen für den Reiseverkehr trafen die Region zuletzt häufiger; erst kürzlich war auch der Bahnverkehr im Norden betroffen, etwa beim Vorfall an der Oberleitung in Bardowick mit ICE-Evakuierung.
Die Folgen für die Passagiere waren erheblich. Mehrere Dutzend Flüge konnten nicht starten oder landen. Alle ankommenden Maschinen wurden auf umliegende Flughäfen umgeleitet, abfliegende Flieger blieben am Boden. Zahlreiche Verbindungen wurden komplett gestrichen, darunter auch der Abendflug um 18:25 Uhr nach Zürich. Reisende mussten teilweise stundenlang am Gate warten oder sich kurzfristig neu organisieren.
Schon vor dem aktuellen Vorfall sorgten Streichungen für Schlagzeilen, etwa bei Ryanair und Flugstreichungen ab Mai 2026.
Ein Flughafensprecher erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, das Flugzeug sei bei der Landung beschädigt worden. Die Bergung der Maschine und die Säuberung der Piste hätten Zeit gekostet, da die Landebahn sehr gewissenhaft gereinigt werden müsse. Damit sollen Rückstände von Treibstoff oder Trümmerteilen ausgeschlossen werden, die eine Gefahr für nachfolgende Flüge darstellen könnten.
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat noch am selben Tag die Ermittlungen aufgenommen. Solche Untersuchungen sind nach jedem nennenswerten Zwischenfall in der zivilen Luftfahrt Standard. Experten sollen nun klären, warum das Bugfahrwerk der Socata TBM-700C beim Aufsetzen brach. Bauteildefekt, fehlerhafte Wartung oder Fehler im Landeanflug zählen zu den möglichen Untersuchungsfeldern, die nun systematisch abgearbeitet werden.
Auch nach Wiederaufnahme des Flugbetriebs dürften Reisende noch mit Verspätungen und vereinzelten Streichungen rechnen müssen. Fluggesellschaften brauchten Zeit, um Crews, Maschinen und Slots wieder in Einklang zu bringen. Der Flughafen Hamburg empfahl Passagieren, sich vor der Anreise über den Status ihres Fluges zu informieren und ausreichend Zeitpuffer einzuplanen. Wann der Bericht der BFU zur genauen Unfallursache vorliegen wird, ist derzeit offen.
Quellen: t-online, NDR, dpa, aeroTelegraph, Radio Hamburg, 20 Minuten
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