
Die gerissene Oberleitung bei Bardowick hat am 1. Mai 2026 massive Stoerungen im Bahnverkehr ausgeloest. Der ICE 589 auf dem Weg von Hamburg nach Muenchen musste per Schnellbremsung stoppen – rund 460 Reisende sassen zeitweise auf freier Strecke fest. Die Bundespolizei ermittelt zur Ursache des Oberleitungsschadens Bardowick.
Der Lokfuehrer des ICE 589 erkannte nach Angaben der Bundespolizei etwa 500 Meter nordwestlich des Bahnhofs Bardowick auf Hoehe der Strasse Witwenkamp, dass die Oberleitung in den Fahrbereich herunterhing. Er leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Der Zug blieb auf freier Strecke zwischen Bardowick und Ashausen stehen. Die Oberleitung soll anschliessend auf dem Dach des ICE zu liegen gekommen sein.
Wegen der Leitungsspannung von rund 15.000 Volt soll dabei potenziell Lebensgefahr bestanden haben. Feuerwehr und Notfallmanager der Deutschen Bahn sicherten als erste Massnahme die Erdung der Leitung. Nach bisherigem Sachstand – so die Bundespolizei – kam es durch die Schnellbremsung nicht zu Verletzungen. Fuenf Reisende bekamen durch die Hitze im stehenden Zug Kreislaufprobleme und wurden aerztlich versorgt.
Die Evakuierung der rund 460 Reisenden soll auf freier Strecke durch einen direkten Umstieg in einen bereitgestellten Ersatz-ICE erfolgen. Fuer den havarierten Zug wurde eine Abschlepplokomotive angefordert. Bereits in der Vergangenheit mussten Fahrgaeste nach aehnlichen Vorfaellen evakuiert werden – etwa nach einem Oberleitungsschaden in Haan-Gruiten, wo Fahrgaeste aus einer S-Bahn auf freier Strecke gebracht wurden.
Laut Berichten soll der Abschnitt zwischen Bardowick und Ashausen vollstaendig gesperrt worden sein. Auf der Strecke Hamburg-Lueneburg-Uelzen soll es zu massiven Verspaetungen und Teilausfaellen kommen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen soll eingerichtet worden sein, wobei Fahrraeder dort laut Bahn nicht mitgenommen werden koennen.
Der Vorfall ereignete sich zu einem denkbar unguenstigen Zeitpunkt: Die Strecke Hamburg-Hannover befindet sich seit dem 1. Mai 2026 in einer zehnwoechigen Qualitaetsoffensive der Deutschen Bahn. Metronom-Zuege zwischen Hamburg und Hannover sollen planmaessig bis in den Juli entfallen. Reisende sind damit doppelt betroffen – sowohl durch die Baumassnahme als auch durch den ungeplanten Oberleitungsschaden bei Bardowick.
Zwischen Lueneburg und Hamburg soll ein stuendlicher Regionalexpress als Ersatz verkehren. Die Fahrtzeit von Lueneburg nach Hannover verlaengert sich laut Bahn durch die Bauarbeiten ohnehin auf rund zwei Stunden und 42 Minuten anstelle der normalen rund 100 Minuten. Weitere Informationen zu Ausfaellen im Regionalverkehr gibt es im Ueberblick zu den Bahnlinien-Ausfaellen rund um Muenster.
Die Bundespolizei ist nach dem Vorfall vor Ort und ermittelt. Die genaue Ursache fuer das Reissen der Oberleitung ist bislang unbekannt. Ob bauliche Maengel, aeussere Einwirkungen oder andere Umstaende dazu beigetragen haben sollen, wird derzeit geprueft. Der Vorfall ereignete sich am gesetzlichen Feiertag Tag der Arbeit – was die Koordination der Massnahmen laut Berichten erschwert haben soll. Ergebnisse der Ermittlungen wurden fuer einen spaeteren Zeitpunkt angekuendigt.
Pendler und Reisende werden gebeten, sich vor Antritt der Fahrt ueber aktuelle Zugverbindungen zu informieren und mehr Zeit einzuplanen. Die Deutsche Bahn stellt laut eigenen Angaben auf ihrer Webseite aktuelle Stoerungsmeldungen zur Verfuegung. Auch die regionale Linienbetreiberin Metronom informiert ueber ihre Kanaele ueber alternative Verbindungen und den Ersatzverkehr.
Quellen: Presseportal/Bundespolizei, t-online.de, Landeszeitung Lueneburg, NWZ Online, Lueneburg Aktuell
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