
Cedric Zesiger verlässt den FC Augsburg und kehrt zum BSC Young Boys Bern zurück. Der Schweizer Erstligist bestätigte am Freitag die Verpflichtung des 28 Jahre alten Innenverteidigers. Zesiger unterschrieb bei YB einen Vertrag über fünf Jahre bis Sommer 2031. Für ihn endet damit nach eineinhalb Jahren beim FCA und insgesamt drei Spielzeiten in Deutschland das Bundesliga-Kapitel. Die Vereine machten zur Ablöse keine offiziellen Angaben. Nach kicker-Informationen soll der Betrag bei rund fünf Millionen Euro liegen.
In Bern wird Zesiger nicht nur als sportliche Verstärkung, sondern auch als Persönlichkeit für die Kabine eingeplant. YB-Sportchef Christoph Spycher bezeichnete die Rückkehr als klares Bekenntnis zum Klub und hob Zesigers Mentalität hervor. Technischer Direktor Mathieu Beda nannte den Abwehrspieler sinngemäß einen verbindenden Charakter im Team und sprach von einem künftigen „Anker“ der Mannschaft. Auch eine Führungsrolle erscheint damit naheliegend. Zesiger selbst betonte, seine Entscheidung sei nicht gegen Augsburg, sondern für YB gefallen.
Für Zesiger ist es die Rückkehr zu seinem erfolgreichsten Verein. Zwischen 2019 und 2023 bestritt er nach YB-Angaben 140 Spiele für die Berner, gewann dreimal die Schweizer Meisterschaft und zweimal den Cup. Seine Laufbahn führte zuvor über Neuchâtel Xamax und den Grasshopper Club Zürich. 2023 wechselte der Linksfuß zum VfL Wolfsburg, im Januar 2025 dann zunächst leihweise zum FC Augsburg. Später zog der FCA die Kaufoption. Zesiger selbst erklärte beim FCA, die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, die Nähe zur Heimat sei für ihn aber wichtig. Für Augsburg endet die Zusammenarbeit nach 44 Pflichtspieleinsätzen. In der Kaderplanung entsteht damit vor allem links in der Innenverteidigung Bedarf. Mit Calvin Brackelmann hat der FCA bereits einen weiteren Innenverteidiger bis 2030 verpflichtet.
Zesiger ist Schweizer Nationalspieler und kommt laut YB bislang auf sechs Länderspiele. Bei der EM 2024 gehörte er zum Schweizer Kader. Für die WM 2026 wurde er in der aktualisierten Liste des Schweizer Verbands als Reserve geführt, nicht im Hauptkader. Sportlich kehrt er nun in eine Liga zurück, die er bestens kennt. Für YB ist der Transfer ein Signal: Der Klub holt einen erfahrenen, großen und linksfüßigen Verteidiger zurück, der sofort Verantwortung übernehmen soll.
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