
Köln. Der 1. FC Köln sucht weiter nach Verstärkung für die linke Abwehrseite. Nach dem Abschied von Kristoffer Lund steht nach übereinstimmenden Medienberichten nun Gideon Mensah im Fokus. Der 27 Jahre alte Nationalspieler Ghanas ist allerdings nicht bestätigt. Das Thema Gideon Mensah 1. FC Köln bleibt damit zunächst ein Transfergerücht mit konkretem Hintergrund. Sky berichtete zuerst, anschließend griffen unter anderem Express und Bild den Namen auf.
Der Bedarf beim FC ist nachvollziehbar. Lund war in der vergangenen Saison von Palermo ausgeliehen, Köln verzichtete aber auf die Kaufoption. Thomas Kessler erklärte in der Vereinsmitteilung, Lund habe seinen Anteil am Erreichen der Saisonziele gehabt, dennoch habe man sich gegen eine feste Verpflichtung entschieden. Auf der aktuellen Kaderseite des FC ist kein klar ausgewiesener gelernter Linksverteidiger aufgeführt.
Mensahs Vertrag bei AJ Auxerre lief bis zum 30. Juni 2026. Der französische Klub hatte im Oktober 2024 offiziell mitgeteilt, dass der Linksverteidiger bis 2026 verlängert habe. Transfermarkt führt Mensah inzwischen als vereinslos, damit wäre ein Gideon Mensah Transfer ablösefrei möglich. Eine offizielle Bestätigung des 1. FC Köln gibt es bislang nicht.
Sportlich bringt Mensah internationale Erfahrung mit. Er spielte in der vergangenen Ligue-1-Saison 30 Mal für Auxerre und half dem Klub beim Klassenerhalt. In seiner Laufbahn stand er unter anderem bei RB Salzburg unter Vertrag, wurde nach Sturm Graz, Zulte Waregem, Vitória Guimarães und Girondins Bordeaux verliehen und wechselte 2022 zu AJ Auxerre. Bei der WM 2026 gehört Mensah zum festen Personal Ghanas. Bild berichtet, dass er in den Gruppenspielen gegen England, Kroatien und Panama jeweils 90 Minuten auf dem Platz stand.
Eine schnelle Entscheidung ist nicht zu erwarten. Nach den Berichten sollen finale Gespräche frühestens nach Ghanas WM-Aus geführt werden. In der K.o.-Runde trifft Ghana auf Kolumbien. Konkurrenz soll es ebenfalls geben, konkrete Klubs werden aber nicht belastbar genannt. Bild schreibt, Mensah könne sich einen Wechsel in die Bundesliga vorstellen. Für den FC wäre das Profil passend, weil René Wagner nach dem Klassenerhalt eine stabilere Bundesliga-Mannschaft formen soll. Wagner bleibt laut FC-Mitteilung Cheftrainer bis 2028, Kessler verantwortet als Geschäftsführer Sport die Kaderplanung.
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