
Der Flughafen Palma de Mallorca (PMI) steht im Frühsommer 2026 im Mittelpunkt gleich mehrerer Entwicklungen: Das neue EU-Einreisesystem EES sorgt seit Mitte April für Wartezeiten von bis zu drei Stunden, während die Passagierzahlen weiter steigen und eine der größten Umbaumaßnahmen in der Geschichte des Airports auf die Zielgerade einbiegt.
Seit dem 10. April 2026 ist das neue europäische Einreise- und Ausreisesystem (Entry/Exit System, EES) am Flughafen Palma de Mallorca in Betrieb. Das biometrische System, das manuelle Passstempel durch doppelte biometrische Erfassung – Gesichtsbild und vier Fingerabdrücke – ersetzt, läuft am größten balearischen Flughafen jedoch noch alles andere als reibungslos.
Bereits am ersten Wochenende nach dem Start, am 11. April, bildeten sich Schlangen von bis zu zwei bis drei Stunden an der Grenzkontrolle. Besonders betroffen sind britische Urlauber, deren Biometrie-Erfassung an den Kiosken fehlschlug und manuelle Eingriffe erforderte. Laut Berichten mussten manche UK-Passagiere bis zu 150 Minuten warten. Die Fluggesellschaft EasyJet bestätigte, dass am 14. April mehr als 100 Passagiere ihren Anschluss in Palma verpassten.
Um die Situation zu entschärfen, hat der spanische Flughafenbetreiber Aena 10 temporäre biometrische Kioske installiert und exklusive Abfertigungsspuren ausschließlich für britische Reisende eingerichtet. Die Nationalpolizei erkennt die Verzögerungen an, bestreitet jedoch die berichteten Extremwerte. Reisende sollten aktuell deutlich mehr Zeit für die Passkontrolle einplanen, insbesondere in den Hauptreisezeiten.
Trotz der aktuellen EES-Probleme zeigen die Passagierzahlen des Flughafens Palma eine positive Tendenz. Im März 2026 fertigte der Airport 1.594.849 Passagiere ab – ein Wachstum von 2,8 Prozent gegenüber März 2025. Nach einem leichten Rückgang in den Wintermonaten Januar und Februar ist damit wieder ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Besonders der internationale Verkehr legte stark zu: 882.059 ausländische Reisende wurden im März gezählt, ein Plus von 7,1 Prozent.
Das Rekordjahr 2025 hatte dem Flughafen insgesamt 33,8 Millionen Passagiere beschert – eine historische Bestmarke. Zum Vergleich: Im August 2025 allein wurden 4,7 Millionen Passagiere abgefertigt. Für die Sommersaison 2026 rechnen Experten erneut mit einem Ansturm, der die Kapazitätsgrenzen des Airports testet. Bis zu 1.600 Flugbewegungen täglich werden in der Hochsaison erwartet.
Seit fast vier Jahren laufen am Flughafen Palma de Mallorca umfangreiche Umbauarbeiten – und 2026 sollen sie endlich abgeschlossen werden. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 560 Millionen Euro handelt es sich um eine der größten Modernisierungsmaßnahmen in der Geschichte des Airports. Die Bauarbeiten werden vom spanischen Infrastrukturkonzern Acciona geleitet und finden in mehreren Phasen statt.
Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den Abschluss von Modul D sowie dem zentralen Abfertigungsgebäude (Processing Building). Die neuen Strukturen sollen den Passagierfluss deutlich verbessern und Abfertigungszeiten verkürzen. Zu den Neuerungen gehören modernere Terminals, erweiterte Sicherheitskontrollen und optimierte Gepäckausgabebereiche. Nach Fertigstellung wird der Flughafen deutlich leistungsfähiger sein und besser für die wachsenden Passagierströme der kommenden Jahre gerüstet sein.
Aena, der staatliche spanische Flughafenbetreiber, setzt langfristig auf weiteres Wachstum. Bis 2031 soll der Flughafen Palma de Mallorca auf 35,7 Millionen Passagiere pro Jahr kommen – rund zwei Millionen mehr als im Rekordjahr 2025. Dieser Ausblick macht deutlich, warum die Investitionen in die Infrastruktur so wichtig sind: Ohne die laufenden Modernisierungen wäre das künftige Passagieraufkommen kaum zu bewältigen.
Der Flughafen zählt zu den geschäftigsten in ganz Europa und ist besonders für deutsche Urlauber einer der meistgeflogenen Zielorte überhaupt. Auch vom Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) stehen im Sommerflugplan 2026 mehrere wöchentliche Verbindungen nach Palma auf dem Programm – ein klares Zeichen für die ungebrochene Nachfrage nach dem Mittelmeer-Urlaubsziel.
Zusätzlich zu den EES-Problemen hatte der Flughafen Palma in den vergangenen Wochen mit Streikmaßnahmen beim Bodenpersonal des Unternehmens Groundforce zu kämpfen. Die Streiks, die montags, mittwochs und freitags in drei Zeitfenstern stattfanden, hatten Verspätungen, Flugausfälle und tausende nicht verarbeiteter Gepäckstücke verursacht – nicht nur in Palma, sondern auch an anderen spanischen Airports wie El Prat (Barcelona) und Barajas (Madrid). Am 8. April 2026 wurden die Streikmaßnahmen für Verhandlungen ausgesetzt. Weitere Arbeitsniederlegungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Wer in den nächsten Wochen einen Flug über Palma plant, sollte daher die aktuellen Flugstatusinformationen im Blick behalten. Hilfreiche Informationen bieten neben den Fluggesellschaften auch aktuelle Berichte über Streikauswirkungen auf deutsche Flughäfen.
Der Flughafen Palma de Mallorca erlebt 2026 einen intensiven Wandel: Rekordpassagierzahlen treffen auf ein neues biometrisches Grenzkontrollsystem, laufende Umbaumaßnahmen und arbeitsrechtliche Konflikte. Für Urlauber bedeutet das in der aktuellen Phase mehr Geduld und sorgfältige Reiseplanung. Langfristig wird der modernisierte Airport mit den neuen Kapazitäten und besserer Infrastruktur jedoch deutlich komfortabler und leistungsfähiger sein – bereit für Millionen weitere Gäste, die sich Jahr für Jahr auf Mallorcas Sonne freuen.
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