80 Feuerwehrleute bekämpfen Großbrand auf Mannheimer Recyclinggelände

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Großbrand in Mannheim hat in der Nacht auf Donnerstag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Auf einem Recyclinggelände auf der Friesenheimer Insel standen Teile des Betriebs in Flammen. Rund 80 Feuerwehrleute waren nach Angaben aus dem Einsatzgeschehen vor Ort. Wegen der erheblichen Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr die Bevölkerung in mehreren Stadtteilen. Am frühen Donnerstagmorgen konnte die Warnung wieder aufgehoben werden.

Großbrand in Mannheim beschäftigt rund 80 Einsatzkräfte

Das Feuer war auf der Friesenheimer Insel im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt-West ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Kräfteaufgebot an. Zur Brandbekämpfung wurden unter anderem zwei Drehleitern und mehrere Wasserwerfer eingesetzt. Zusätzlich kam ein Feuerlöschboot zum Einsatz.

Damit wurde das Feuer sowohl vom Betriebsgelände aus als auch mit Unterstützung vom Wasser bekämpft. Die Friesenheimer Insel liegt im Norden Mannheims zwischen Rhein und Altrhein und ist unter anderem durch Gewerbe-, Industrie- und Entsorgungsbetriebe geprägt.

In der Nacht gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Brand zu löschen. Wie groß die unmittelbar vom Feuer betroffene Fläche war und welche Gebäudeteile oder gelagerten Materialien beschädigt wurden, war am frühen Donnerstagmorgen noch nicht bestätigt. Auch Angaben zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst nicht vor.

Rauch zieht bis in die Innenstadt und über den Rhein

Eine besondere Herausforderung war die starke Rauchentwicklung. Die Feuerwehr warnte am Mittwochabend um 23.01 Uhr für Mannheim vor den Auswirkungen des Brandes. Betroffen waren insbesondere die Neckarstadt, die Innenstadt und angrenzende Bereiche. Dort waren Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen möglich. Zudem wiesen die Behörden darauf hin, dass sich im Bereich der Rauchwolke Ruß ablagern könne.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das betroffene Gebiet nach Möglichkeit zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Lüftungsanlagen und Klimageräte sollten abgeschaltet werden. Die Warnung war unter anderem über das Warnsystem KATWARN abrufbar.

Die Rauchentwicklung war nicht allein auf Mannheim beschränkt. Auch in Ludwigshafen auf der gegenüberliegenden Rheinseite wurde vor Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen gewarnt. Für die Gemeinde Altrip südlich von Ludwigshafen gab die zuständige Leitstelle ebenfalls eine entsprechende Information heraus.

Damit hatte der Brand zeitweise Auswirkungen über die Mannheimer Stadtgrenzen hinaus. Eine bestätigte akute Gesundheitsgefahr für größere Teile der Bevölkerung wurde in den veröffentlichten Warnmeldungen allerdings nicht ausgewiesen.

Entwarnung am frühen Donnerstagmorgen

Um 3.26 Uhr gab die Feuerwehr Mannheim Entwarnung. Die seit 23.01 Uhr bestehende Warnung für Mannheim wurde aufgehoben. Damit bestand die Aufforderung, wegen der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten, nicht mehr.

Auch die Warnung für Altrip wurde anschließend aufgehoben. Nach Angaben aus dem Einsatzgeschehen war das Feuer zu diesem Zeitpunkt gelöscht beziehungsweise der eigentliche Großeinsatz beendet.

Zwischen der ersten veröffentlichten Gefahreninformation für Mannheim und der Entwarnung lagen damit etwas mehr als vier Stunden. Die Feuerwehr war während der Nacht mit umfangreicher Löschtechnik im Einsatz.

Ursache des Feuers zunächst ungeklärt

Zur Ursache des Großbrandes gab es am frühen Donnerstagmorgen noch keine gesicherten Angaben. Ebenso war zunächst nicht bekannt, wodurch das Feuer auf dem Recyclinggelände ausgelöst worden war.

Auch zu möglichen Verletzten lagen zunächst keine bestätigten Informationen vor. Entsprechendes gilt für die Schadenshöhe. Offiziell bestätigt war zunächst vor allem, dass rund 80 Feuerwehrleute eingesetzt wurden, das Feuer gelöscht werden konnte und die Warnung für die Bevölkerung wieder aufgehoben wurde.

Ob Polizei oder Brandermittler im Laufe des Donnerstags weitere Untersuchungen zur Ursache aufnehmen oder bereits aufgenommen haben, war zunächst nicht näher mit belastbaren Angaben hinterlegt. Zu den Umständen der Brandentstehung gab es daher zunächst keine gesicherten Angaben.

Friesenheimer Insel ist wichtiger Gewerbe- und Entsorgungsstandort

Auf der Friesenheimer Insel befinden sich mehrere Einrichtungen der Abfallwirtschaft und zahlreiche Gewerbebetriebe. Unter anderem betreibt die ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft dort einen Recyclinghof an der Max-Born-Straße. Angenommen werden dort unter anderem Altholz, Papier und Pappe, Metalle, Elektrogeräte, Batterien, Sperrmüll sowie verschiedene Bauabfälle.

Ob dieser konkrete städtische Recyclinghof von dem nächtlichen Großbrand betroffen war, war zunächst nicht bestätigt. Die Feuerwehr sprach in ihrer Warnmeldung allgemein von einem Brand in einem Recyclingbetrieb. Eine genauere Zuordnung sollte deshalb erst erfolgen, wenn sie von den zuständigen Stellen bestätigt wird.

Bereits Ende Juli hatte es auf der Friesenheimer Insel einen größeren Brand gegeben. Damals waren nach Angaben der Stadt Mannheim rund 30 Hektar Vegetationsfläche betroffen. Dabei handelte es sich jedoch um ein anderes Brandereignis.

Der aktuelle Großeinsatz vom 16. auf den 17. September war am frühen Donnerstagmorgen beendet. Die Warnungen wegen der Rauchentwicklung waren aufgehoben. Offen blieben zunächst vor allem Ursache, Schadenshöhe und mögliche Verletzte.

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