
Im Konflikt zwischen den USA und Iran gibt es neue Bewegung: Teheran hat am Sonntag, dem 10. Mai 2026, über den Vermittler Pakistan seine Antwort auf den jüngsten 14-Punkte-Vorschlag der Vereinigten Staaten übermittelt. Der Schritt gilt als möglicher Wendepunkt in den festgefahrenen Gesprächen, die seit Wochen in Islamabad geführt werden.
Eine diplomatische Quelle aus Pakistan bestätigte, dass die iranische Antwort dem US-amerikanischen Verhandlungsteam weitergeleitet wurde. Der Inhalt ist noch nicht offiziell veröffentlicht worden, doch Verhandlungskreise sprechen von einer differenzierten Reaktion auf die US-Bedingungen – weder einer klaren Ablehnung noch einer vollständigen Zustimmung. Washington hatte Teheran in der vergangenen Woche einen neuen 14-Punkte-Plan vorgelegt, der einen dauerhaften Waffenstillstand sowie Regelungen zu Irans Atomprogramm umfasst.
Die US-Seite verlangt im Kern: Iran darf keine Nuklearwaffe entwickeln, muss die Urananreicherung für mindestens zwölf Jahre einstellen und seinen Bestand von schätzungsweise 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertem Uran abgeben. Im Gegenzug bieten die USA die schrittweise Aufhebung von Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen an. Die Straße von Hormus war zuletzt Schauplatz militärischer Konfrontationen zwischen beiden Seiten.
Der aktuelle Konflikt begann am 28. Februar 2026, als Israel und die USA koordinierte Luftangriffe auf Iran starteten, die auf das Atomprogramm sowie ballistische Raketensysteme abzielten. Irans Oberster Führer Ali Chamenei kam bei den Angriffen ums Leben. Seitdem befindet sich das Land in einer politischen und militärischen Ausnahmesituation.
Am 8. April 2026 einigten sich Washington und Teheran auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand – vermittelt von Pakistan, das sich seither als zentraler Kanal zwischen beiden Seiten etabliert hat. Doch die darauffolgenden Verhandlungen in Islamabad scheiterten am 12. April: Nach stundenlangen Gesprächen verließen beide Seiten den Tisch ohne Ergebnis. Auch die deutschen Truppen im UNIFIL-Einsatz im Libanon wurden angesichts der regionalen Sicherheitslage vorzeitig zurückgezogen.
Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentssprecher und Chefunterhändler Irans, machte deutlich, dass ein vollständiger Waffenstillstand für Teheran nur akzeptabel ist, wenn die USA zunächst ihre Seeblockade aufheben. Diese Position wird als einer der zentralen Streitpunkte in den laufenden Gesprächen gesehen. Ein ehemaliger iranischer Diplomat warnte zudem öffentlich, dass die Entscheidungsträger in Teheran in politischen Slogans gefangen seien, denen sie sich öffentlich verpflichtet haben – was Kompromisse erschwere.
Der Ölmarkt reagierte bereits auf frühere Entspannungssignale: Als Iran Anfang Mai eine aktualisierte Version seiner Vorschläge an die Vermittler übergeben hatte, fielen die Rohölpreise merklich – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark die Märkte auf Fortschritte in diesem Konflikt reagieren. Ein Ende des Krieges würde die globale Energieversorgung erheblich stabilisieren und die Inflationsrisiken senken, die durch steigende Energiepreise entstanden sind.
Ob Irans heutige Antwort einen echten Durchbruch darstellt, bleibt abzuwarten. Die USA wollen Stellungnahmen erst nach interner Prüfung abgeben. Beobachter sehen die Reaktion Teherans als vorsichtiges Signal der Gesprächsbereitschaft, das jedoch substanzielle Zugeständnisse noch nicht garantiert. Auch Trumps Entscheidung, den Tomahawk-Plan für Deutschland zu stoppen, hatte zuletzt Fragen zur US-Außenpolitik im europäischen Kontext aufgeworfen.
Die nächsten Tage dürften entscheidend sein: Sollten die USA und Iran die Grundzüge eines Abkommens bestätigen, wäre es das bedeutendste diplomatische Ereignis des Jahres 2026 – und ein mögliches Ende eines der gefährlichsten Konflikte der jüngeren Geschichte.
Quellen: Al Jazeera, CNBC, House of Commons Library, ORF.at (Stand: 10. Mai 2026)
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