
Ein Kampfmittelfund in Rathenow hat am Samstagabend im Landkreis Havelland einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Einsatzkräfte wurden gegen 18.30 Uhr in die Heidefeldstraße gerufen. Der betroffene Bereich wurde abgesperrt, die Straße für den Verkehr vollständig gesperrt. Zudem wurden Wohnhäuser im Umfeld vorsorglich evakuiert. Wie viele Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten, war am Abend zunächst nicht gesichert bekannt.
Auch zur Art des gefundenen Gegenstands lagen zunächst keine belastbaren näheren Angaben vor. Offen war insbesondere, ob es sich tatsächlich um explosionsfähige Munition handelte und aus welcher Zeit sie stammen könnte. Die Maßnahmen dauerten am Samstagabend an.
Nach den bislang vorliegenden Angaben wurde der verdächtige Gegenstand in einem Mehrfamilienhaus in der Heidefeldstraße entdeckt. Daraufhin rückten Polizei und Feuerwehr an. Die Feuerwehr hielt mehrere Fahrzeuge und Einsatzkräfte vor Ort bereit und unterstützte die Absicherung des Bereichs.
Die Heidefeldstraße wurde vollständig gesperrt. Auch der Bereich rund um den mutmaßlichen Fundort war für Unbeteiligte nicht zugänglich. Mehrere Wohnhäuser in der Umgebung wurden vorsorglich geräumt. Die Evakuierung in Rathenow betraf damit das unmittelbare Umfeld des Fundorts. Eine genaue Zahl der betroffenen Gebäude und Anwohner war zunächst nicht offiziell bekannt.
Eine öffentliche Mitteilung der Stadt Rathenow mit weiteren Einzelheiten zu Evakuierungsradius, Unterbringungsmöglichkeiten oder Dauer der Sperrungen war am Samstagabend zunächst nicht veröffentlicht. Auch auf der öffentlich einsehbaren Einsatzübersicht der Freiwilligen Feuerwehr Rathenow war der Einsatz zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingetragen. Die dort zuletzt aufgeführten Einsätze stammten vom 15. September.
Welche Art von Gegenstand in dem Gebäude entdeckt wurde, blieb zunächst unklar. Damit war auch nicht bestätigt, ob eine Entschärfung vor Ort notwendig war oder das mögliche Kampfmittel abtransportiert werden konnte.
Für eine abgeschlossene Entschärfung oder Sprengung gab es am Samstagabend zunächst keine behördliche Bestätigung. Ebenso lagen keine gesicherten Angaben dazu vor, wann Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren können und wann die Verkehrssperrungen aufgehoben werden.
Auch eine konkrete Beteiligung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Brandenburg an diesem Einsatz war zunächst nicht durch eine veröffentlichte Behördenmitteilung bestätigt. Der Dienst ist grundsätzlich die zuständige Fachstelle des Landes für die Bewertung und Beseitigung von Kampfmitteln.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst gehört zum Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg. Für den Landkreis Havelland ist der Einsatzbereich Brandenburg-West zuständig. Die Spezialisten beseitigen unter anderem zufällig entdeckte Munition und entscheiden nach einer fachlichen Bewertung, ob ein Gegenstand transportiert, vor Ort entschärft oder vernichtet werden muss.
Zu den Aufgaben gehören außerdem die Untersuchung von Verdachtsflächen, die Auswertung historischer Luftbilder sowie die Dokumentation bereits geräumter Gebiete. Bei nicht transportfähigen Kampfmitteln können die Fachkräfte eine Entschärfung oder Vernichtung direkt am Fundort vornehmen.
Funde alter Munition gehören in Brandenburg weiterhin regelmäßig zum Einsatzgeschehen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden allein 2025 rund 360 Tonnen Kampfmittel und Kampfmittelteile entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde bis Ende November jenes Jahres zu fast 1.750 Zufallsfunden gerufen. Rund 580.000 Hektar Landesfläche standen zu diesem Zeitpunkt weiterhin unter Kampfmittelverdacht.
Unter den Funden waren nach Ministeriumsangaben unter anderem Granaten, Minen, Brandbomben, größere Sprengbomben, Raketen und Handwaffenmunition. Brandenburg gehört damit weiterhin zu den Bundesländern, in denen Hinterlassenschaften militärischer Auseinandersetzungen regelmäßig auf Baustellen, Grundstücken oder bei Erdarbeiten entdeckt werden.
Für die Lage in Rathenow waren am Samstagabend vor allem die Absperrung der Heidefeldstraße und die Evakuierungen von unmittelbarer Bedeutung. Der Großeinsatz in Rathenow begann nach den vorliegenden Informationen gegen 18.30 Uhr und dauerte am Abend weiter an. Wie groß der abgesperrte Bereich genau war, ging aus den zunächst vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch über Verletzte gab es keine bestätigten Angaben.
Wann die Sperrungen aufgehoben werden können, hing von der Bewertung des Fundes und den anschließend erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ab.
Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass Polizei und Feuerwehr wegen eines mutmaßlichen Kampfmittelfundes im Bereich der Heidefeldstraße im Einsatz waren und Gebäude in der Umgebung geräumt wurden. Die genaue Art des Gegenstands, die Zahl der betroffenen Anwohner und das Ergebnis einer möglichen Entschärfung waren zunächst nicht veröffentlicht. Weitere Details zum Kampfmittelfund in Rathenow lagen damit am Samstagabend noch nicht gesichert vor.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu