
Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist der Abstand zwischen AfD und SPD in einer neuen INSA-Erhebung auf zwei Prozentpunkte gesunken. Die AfD liegt demnach bei 37 Prozent, die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei 35 Prozent. Die Insa-Umfrage zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern bildet die politische Stimmung kurz vor dem Wahlsonntag ab, ist aber keine Vorhersage des Wahlergebnisses.
Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen gewinnt die AfD gegenüber der vorherigen INSA-Erhebung einen Prozentpunkt hinzu. Die SPD steigt um zwei Punkte auf 35 Prozent. Damit verringert sich der Abstand zwischen beiden Parteien von drei auf zwei Prozentpunkte.
Deutlich dahinter folgen die Linke mit 10 Prozent und die CDU mit 7 Prozent. Die Grünen liegen bei 5 Prozent und damit genau an der für die Verhältniswahl wichtigen Sperrklausel. Das BSW erreicht 3 Prozent. Weitere Parteien kommen zusammen ebenfalls auf 3 Prozent.
Noch am 10. September hatte eine INSA-Erhebung die AfD bei 36 Prozent und die SPD bei 33 Prozent gesehen. Damals lagen die Linke bei 11 Prozent, die CDU bei 7 Prozent, die Grünen bei 5 Prozent und das BSW bei 4 Prozent. Für diese Erhebung waren 1.000 Wahlberechtigte zwischen dem 1. und 8. September online befragt worden.
Die Werte verschiedener Institute unterscheiden sich weiterhin. Eine Infratest-dimap-Erhebung vom 10. September sah die AfD bei 38 Prozent und die SPD bei 33 Prozent. Die Linke lag dort bei 9 Prozent, CDU und Grüne erreichten 7 beziehungsweise 5 Prozent, das BSW 4 Prozent.
Solche Unterschiede zwischen einzelnen Umfragen sind üblich. Erhebungsmethode, Befragungszeitraum und statistische Schwankungen können die Werte beeinflussen. Besonders bei einem Abstand von wenigen Prozentpunkten lässt sich daraus kein sicheres Wahlergebnis ableiten.
Bei der vergangenen Landtagswahl im September 2021 hatte die SPD mit 39,6 Prozent deutlich vorn gelegen. Die AfD erreichte damals 16,7 Prozent, die CDU 13,3 Prozent und die Linke 9,9 Prozent. Für die Grünen lag das Ergebnis bei 6,3 Prozent, für die FDP bei 5,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent.
Die aktuellen Umfragewerte zeigen damit vor allem bei AfD und CDU erhebliche Unterschiede zum Ergebnis von 2021. Wie stark sich diese Veränderungen tatsächlich im neuen Landtag niederschlagen, entscheidet sich erst mit der Auszählung am Wahlabend.
Die Wahl zum neunten Landtag Mecklenburg-Vorpommerns findet am Sonntag, 20. September 2026, statt. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Nach 18 Uhr beginnt die Ermittlung des vorläufigen Ergebnisses. Den Wahltermin hatte die Landesregierung bereits im Juli 2025 festgelegt.
Insgesamt treten 402 Kandidatinnen und Kandidaten für die mindestens 71 Sitze im Schweriner Landtag an. 19 Parteien wurden mit Landeslisten zugelassen. Mecklenburg-Vorpommern lässt bei dieser Landtagswahl erstmals auch jüngere Wahlberechtigte ab 16 Jahren teilnehmen.






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