Dutzende Polizisten suchen in Hellersdorf nach bewaffnetem Mann

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein Hinweis auf einen möglicherweise mit einer Machete bewaffneten Mann hat am Samstagnachmittag einen größeren Polizeieinsatz in Berlin-Hellersdorf ausgelöst. Dutzende Einsatzkräfte durchsuchten einen Grünbereich nahe der Zerbster Straße und der Tangermünder Straße. Schließlich fanden Polizisten einen Mann in einem Gebüsch und nahmen ihn fest. Eine Machete hatte er zu diesem Zeitpunkt nach bestätigten Angaben nicht bei sich.

Ausgangspunkt des Einsatzes war nach Angaben der Berliner Polizei eine Beobachtung gegen 14.15 Uhr. Eine Zeugin habe in der Tangermünder Straße einen nur leicht bekleideten Mann gesehen, der eine Machete bei sich gehabt haben soll. Daraufhin rückten Polizeikräfte an und begannen mit der Suche.

Polizei durchsucht Grüngebiet in Hellersdorf

Die Suche konzentrierte sich anschließend auf den Bereich zwischen Zerbster Straße und Tangermünder Straße. Nach Angaben, die die Polizei gegenüber BILD bestätigte, waren dort Dutzende Beamtinnen und Beamte eingesetzt. Bei der Suche gingen Kräfte teilweise mit gezogenen Dienstwaffen vor.

Wegen der zunächst unklaren Lage wurde weitere Verstärkung angefordert. Dazu gehörten demnach eine Alarmhundertschaft sowie Kräfte einer Einsatzhundertschaft. Eine genaue Gesamtzahl der eingesetzten Polizistinnen und Polizisten wurde zunächst nicht genannt. Damit lässt sich der Umfang des Einsatzes nur mit der bestätigten Angabe von mehreren Dutzend Kräften beziffern.

Für die Einsatzkräfte bestand zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf eine Person mit einem größeren Schneidwerkzeug zu treffen. Ob der Mann die gemeldete Machete während der Suche weiterhin bei sich hatte, war zunächst nicht bekannt.

Weiterer Hinweis führt Polizei zurück zur Tangermünder Straße

Noch während zusätzliche Kräfte eintrafen, erhielt die Polizei einen weiteren Hinweis aus der Bevölkerung. Ein Anwohner habe den gesuchten Mann ebenfalls gesehen. Dadurch verlagerte sich die Suche wieder in Richtung Tangermünder Straße.

Dort entdeckten die Einsatzkräfte schließlich einen Mann in einem Gebüsch. Nach den bestätigten Angaben war er lediglich mit Unterwäsche bekleidet. Die zuvor gemeldete Machete befand sich bei seinem Auffinden nicht bei ihm. Wo sich der Gegenstand zu diesem Zeitpunkt befand und ob er später sichergestellt werden konnte, blieb zunächst unklar.

Die Polizei stellte bei dem Mann außerdem eine erhebliche Alkoholisierung fest. Eine Atemalkoholmessung habe einen Wert von 2,9 Promille ergeben. Der Mann hatte zudem eine Platzwunde am Kopf. Wie diese Verletzung entstanden war, ging aus den zunächst vorliegenden Angaben nicht hervor. Spekulationen über die Ursache der Verletzung sind deshalb nicht möglich.

Beamte nehmen Mann fest und bringen ihn ins Krankenhaus

Um den Mann aus dem Gebüsch zu holen, kündigten die Einsatzkräfte nach Angaben zum Einsatz den möglichen Gebrauch eines Distanz-Elektroimpulsgeräts, eines sogenannten Tasers, an. Zu einem tatsächlichen Einsatz des Geräts kam es demnach nicht. Die Beamten holten den Mann aus dem Gebüsch und nahmen ihn fest.

Anschließend wurde er unter Polizeibegleitung in das Unfallkrankenhaus Berlin gebracht. Ob die Kopfverletzung dort lediglich ambulant behandelt wurde oder eine weitergehende medizinische Versorgung notwendig war, war zunächst nicht bekannt.

Hinweise darauf, dass andere Menschen bei dem Einsatz verletzt worden wären, lagen am Samstagabend nicht vor. Insbesondere gab es zunächst keine bestätigten Angaben über einen Angriff auf Passanten oder Einsatzkräfte.

Hintergründe des Einsatzes bleiben offen

Welche rechtliche Bewertung die Polizei dem Geschehen abschließend gibt, blieb zunächst offen. Auf der offiziellen Übersicht der Berliner Polizeimeldungen war am Samstagabend noch keine gesonderte Pressemitteilung zu diesem Einsatz veröffentlicht. Dort waren zu diesem Zeitpunkt andere Fälle vom 19. September aufgeführt.

Damit waren auch mögliche strafrechtliche Ermittlungen gegen den Mann zunächst nicht näher konkretisiert. Allein die Meldung einer Person mit einer Machete erlaubt keine Aussage darüber, ob und gegebenenfalls welche Straftat tatsächlich begangen worden sein könnte.

Ebenfalls ungeklärt blieb, weshalb sich der Mann in dem Gebiet aufhielt, wie seine Kopfverletzung entstanden war und wo sich die gemeldete Machete nach seinem Auffinden befand. Zu einem möglichen Motiv oder zu privaten Hintergründen gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Bestätigt ist damit vor allem der Ablauf des Polizeieinsatzes: Gegen 14.15 Uhr ging der Hinweis auf einen möglicherweise mit einer Machete ausgestatteten Mann in der Tangermünder Straße ein. Dutzende Kräfte suchten anschließend das angrenzende Gelände ab und erhielten Verstärkung durch weitere Einheiten. Ein zusätzlicher Zeugenhinweis führte die Polizei schließlich zurück zur Tangermünder Straße. Dort wurde ein alkoholisierter und am Kopf verletzter Mann in einem Gebüsch gefunden, festgenommen und anschließend zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Eine Machete führte er beim Auffinden nicht mit sich.

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