Drei Kinder nach Kollision mit Lkw schwer verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in St. Marienkirchen am Hausruck in Oberösterreich sind sechs Menschen verletzt worden. Ein Kindergartenbus mit vier Kindern und zwei Erwachsenen kollidierte am Donnerstagmittag, 17. September 2026, auf der L1075 mit einem Lastwagen. Drei Kinder und eine Betreuerin erlitten schwere Verletzungen. Ein weiteres Kind sowie die Fahrerin des Kleinbusses wurden ebenfalls verletzt. Am Freitag befanden sich die drei schwer verletzten Kinder und die Betreuerin weiterhin im Krankenhaus.

Der Unfall ereignete sich gegen 12.05 Uhr im Bezirk Ried im Innkreis. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Oberösterreich war ein 61 Jahre alter Lastwagenfahrer aus dem Bezirk Grieskirchen auf der Geiersberger Bezirksstraße L1075 von Eberschwang in Richtung St. Marienkirchen am Hausruck unterwegs. Gleichzeitig näherte sich eine 65 Jahre alte Frau mit dem Kindergartenbus von der Gemeindestraße Unering der Kreuzung.

Sechs Menschen saßen im Kindergartenbus

In dem Kleinbus befanden sich neben der 65 Jahre alten Fahrerin vier Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren und eine 52 Jahre alte Betreuerin. Die Kinder und die Betreuerin stammen nach Polizeiangaben aus dem Bezirk Ried. Insgesamt waren damit sechs Menschen im Kindergartenbus unterwegs.

Die Fahrerin wollte die Kreuzung mit der L1075 geradeaus in Richtung Pilgertsham überqueren. Dabei kam es zur Kollision mit dem Lastwagen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden sowohl der Kleinbus als auch der Lkw in ein angrenzendes Feld geschleudert. Angaben zu einer abschließend festgestellten Unfallursache lagen zunächst nicht vor. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauerten an.

Nach Angaben des ORF setzte die Polizei an der Unfallstelle auch Drohnen ein. Damit wurde der Bereich aus der Luft vermessen und dokumentiert. Erst anschließend konnten die Aufräumarbeiten vollständig beginnen.

Drei Kinder und Betreuerin schwer verletzt

Bei dem Zusammenstoß wurden alle sechs Insassen des Kindergartenbusses verletzt. Drei der vier Kinder sowie die 52 Jahre alte Betreuerin erlitten laut Polizei schwere Verletzungen. Ein weiteres Kind und die 65 Jahre alte Fahrerin wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Krankenhaus Ried gebracht.

Am Unfalltag hatte der ORF unter Berufung auf die Polizei berichtet, dass sich eines der Kinder in kritischem Zustand befunden habe. Am Freitag lagen drei schwer verletzte Kinder und die Betreuerin weiterhin im Krankenhaus. Zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand gab es zu diesem Zeitpunkt keine weitergehenden Informationen.

Über Verletzungen des 61 Jahre alten Lkw-Fahrers machte die Polizei in ihrer Mitteilung keine Angaben. Die sechs offiziell genannten Verletzten waren die Insassen des Kindergartenbusses.

Vier Rettungshubschrauber im Einsatz

Der Unfall löste einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Die Feuerwehren aus St. Marienkirchen am Hausruck, Hohenzell und Geiersberg-Pramerdorf wurden alarmiert. Teile der Insassen des Kleinbusses mussten mit technischem Gerät befreit werden. Nach Angaben des ORF war die Fahrerin in dem Fahrzeug eingeklemmt.

Insgesamt wurden vier Notarzthubschrauber zur Unfallstelle gerufen. Drei schwer verletzte Kinder sowie die Betreuerin wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser nach Salzburg, Passau und Linz geflogen. Das vierte Kind und die Fahrerin wurden nach der Erstversorgung nach Ried gebracht. Zusätzlich waren Rettungsfahrzeuge, Notärzte sowie mehrere Feuerwehren vor Ort.

Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich an der Unfallstelle um Angehörige. Besonders die Versorgung der kleinen Kinder stellte die Einsatzkräfte vor eine schwierige Situation. Nach Angaben des ORF waren zwei Kinder beim Eintreffen der Helfer zunächst nicht ansprechbar.

L1075 rund drei Stunden vollständig gesperrt

Die Geiersberger Bezirksstraße L1075 wurde im Bereich der Unfallstelle vollständig gesperrt. Nach Angaben der Polizei dauerte die Totalsperre rund drei Stunden. Während der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge wurde der Verkehr örtlich umgeleitet.

Die Straße liegt im Innviertel westlich von Linz und verbindet mehrere kleinere Gemeinden im Bezirk Ried. Durch die internationale Verteilung der Schwerverletzten auf Kliniken in Österreich und im deutschen Passau war der Rettungseinsatz zugleich grenzüberschreitend organisiert.

Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an

Die Polizei dokumentierte die Unfallstelle und nahm Ermittlungen zum genauen Ablauf des Zusammenstoßes auf. Offiziell bestätigt war zunächst, dass die Fahrerin des Kindergartenbusses von Unering kommend die L1075 in Richtung Pilgertsham überqueren wollte und es dabei zur Kollision mit dem auf der Landesstraße fahrenden Lastwagen kam.

Eine abschließende behördliche Feststellung dazu, weshalb es zu dem Zusammenstoß kam, lag zunächst nicht vor. Auch am Freitag liefen die Ermittlungen der Polizei nach Angaben des ORF weiter. Neue gesicherte Angaben zum Gesundheitszustand der drei schwer verletzten Kinder wurden zunächst nicht veröffentlicht.

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