
In Riedlingen im Kreis Biberach soll die Produktion von WMF-Kochgeschirr eingestellt werden. Wie der französische Konzern Groupe SEB mitteilte, ist geplant, die Fertigung an mehreren Standorten zu beenden, darunter auch in Riedlingen. Rund 250 Arbeitsplätze stehen insgesamt zur Disposition, etwa 130 davon am Standort Riedlingen.
Neben Riedlingen betrifft die geplante Einstellung der Produktion auch Hayingen im Kreis Reutlingen sowie Diez in Rheinland-Pfalz. In Riedlingen werden bislang Töpfe und Pfannen hergestellt, in Hayingen Messer und in Diez Backformen. Künftig sollen diese Produktionsbereiche an anderen Standorten des Konzerns gebündelt werden. Wie es mit den betroffenen Werken über die Produktion hinaus weitergeht, ist derzeit Gegenstand weiterer Gespräche.
Die geplanten Maßnahmen sind Teil eines konzernweiten Transformationsprogramms im Rahmen eines globalen Rebound-Plans. In der gesamten DACH-Region sollen bis zu 600 Stellen entfallen, bei aktuell mehr als 4.400 Beschäftigten. Europaweit ist von rund 800 Arbeitsplätzen die Rede, weltweit könnten bis zu 2.100 Stellen betroffen sein.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern war zuletzt um 25 Prozent auf 601 Millionen Euro gesunken. Nach Unternehmensangaben sollen die Maßnahmen dazu beitragen, Strukturen zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Der Personalabbau soll sozialverträglich erfolgen, unter anderem durch freiwillige Programme, natürliche Fluktuation und Vorruhestandsregelungen.
Der Standort Geislingen an der Steige bleibt nach Angaben des Konzerns Hauptsitz der Marke WMF in der DACH-Region und globales Kompetenzzentrum für professionelle Kaffeemaschinen. Die Produktion dieser Maschinen soll dort fortgeführt werden. Zudem soll das bestehende Store-Netz in der Region erhalten bleiben.
Am Standort Geislingen gilt derzeit Kurzarbeit. Nach Unternehmensangaben steht diese Maßnahme nicht im direkten Zusammenhang mit den angekündigten Veränderungen.
Für Riedlingen bedeutet die geplante Einstellung der Produktion dennoch einen erheblichen strukturellen Einschnitt. Welche Nutzungsperspektiven sich für das Werk ergeben und wie sich die Situation für die Beschäftigten entwickelt, soll nun in weiteren Gesprächen geklärt werden.
Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war von einer „Werksschließung“ in Riedlingen die Rede. Nach Angaben des Unternehmens wurde bislang jedoch die Absicht angekündigt, die Produktion an den betroffenen Standorten zu beenden. Wie es mit den Werken darüber hinaus weitergeht, ist Gegenstand weiterer Gespräche. Wir haben die entsprechende Formulierung angepasst.
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