Riester-Rente Reform 2026: Altersvorsorgedepot ersetzt Riester ab 2027

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Riester-Rente Reform 2026: Bundestag beschließt das Altersvorsorgedepot

Die Riester-Rente Reform 2026 ist beschlossen: Am 27. März 2026 hat der Deutsche Bundestag die größte Reform der privaten Altersvorsorge seit Einführung des Riester-Sparens verabschiedet. Ab dem 1. Januar 2027 wird die klassische Riester-Rente durch ein neues, flexibleres Modell ersetzt — das Altersvorsorgedepot. Damit endet nach mehr als zwei Jahrzehnten eine Ära der deutschen Alterssicherung.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Herzstück der Riester-Rente Reform ist das sogenannte Altersvorsorgedepot. Statt wie bisher in klassische Rentenversicherungen zu sparen, können Bürgerinnen und Bürger künftig staatlich gefördert in Aktien, Fonds und kostengünstige ETFs investieren. Das Ziel: höhere Renditen, niedrigere Kosten und mehr Flexibilität für Sparer. Ab 2027 sind keine neuen Verträge mehr nach dem alten Riester-Modell möglich.

Die Grundlogik ähnelt dem schwedischen Pensionssystem oder britischen ISAs: Der Staat fördert aktienbasiertes Sparen, weil Kapitalmärkte langfristig deutlich höhere Renditen liefern als klassische Lebensversicherungen. Wer etwa in breit gestreute ETFs investiert, erzielte in den vergangenen Jahrzehnten durchschnittlich sechs bis acht Prozent pro Jahr — weit mehr als die meisten Riester-Produkte je geliefert haben.

Die neue Förderstruktur im Detail

Die staatliche Förderung beim neuen Altersvorsorgedepot wird grundlegend neu gestaltet. Für die ersten 360 Euro eigener Einzahlung im Jahr übernimmt der Staat 50 Prozent — also bis zu 180 Euro. Für darüber hinausgehende Einzahlungen bis 1.800 Euro beträgt die Förderquote 25 Prozent. Damit ergibt sich eine maximale Grundzulage von 540 Euro pro Jahr. Das ist deutlich attraktiver als die bisherige Riester-Förderung von 175 Euro Grundzulage.

Für Familien bleibt die Kinderzulage erhalten: Sie beträgt 100 Prozent der eigenen Einzahlungen bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr. Wer also Kinder hat und monatlich nur 25 Euro anspart, erhält die volle Kinderzulage. Das macht das neue System besonders für Familien mit mittlerem Einkommen attraktiv.

Zusätzlich wurde eine Kostenobergrenze gesetzlich verankert: Für Standardprodukte dürfen jährliche Verwaltungsgebühren von maximal 1,0 Prozent des Depotwertes nicht überschritten werden. Bislang lagen die Kosten vieler Riester-Produkte teils bei 1,5 Prozent oder darüber — über Jahrzehnte ein erheblicher Renditevernichter.

Selbstständige erstmals eingeschlossen

Eine der weitreichendsten Neuerungen: Selbstständige können das neue Altersvorsorgedepot künftig ebenfalls nutzen. Bisher war die staatlich geförderte Altersvorsorge weitgehend auf Arbeitnehmer und Beamte beschränkt. Rund vier Millionen Selbstständige in Deutschland hatten damit keinen Zugang zur Riester-Förderung — diese Lücke wird nun geschlossen. Das ist besonders für Freiberufler und Solo-Selbstständige relevant, die keine betriebliche Altersvorsorge haben. Wer sein Geld bislang ohne staatliche Förderung anlegen musste, findet in diesem Kontext auch Vergleiche mit anderen Anlageformen interessant — etwa dividendenstarke Aktien wie Vonovia mit 5,5 Prozent steuerfreier Dividende.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Wer bereits einen Riester-Vertrag hat, muss nicht handeln. Alle bestehenden Verträge stehen unter Bestandsschutz und können weitergeführt werden. Wer möchte, kann jedoch in das neue System wechseln — ohne bereits erhaltene staatliche Zulagen zurückzahlen zu müssen. Finanzexperten empfehlen, die eigenen Vertragskonditionen zu prüfen: Ist der bestehende Vertrag kostengünstig und renditeorientiert, kann er sinnvoll weiterlaufen. Ist er teuer und wenig flexibel, lohnt der Wechsel.

Für die Riester-Rente Reform 2026 gilt insgesamt: Der Schritt Richtung kapitalmarktbasierter Altersvorsorge ist längst überfällig. Dass dabei auch die Kosten gedeckelt und Selbstständige einbezogen werden, macht die Reform zu einem echten Fortschritt. Der Wermutstropfen: Wer jetzt noch jung ist und von Anfang an vom neuen System profitieren will, muss bis 2027 warten. Die Weichen sind jedoch gestellt — und das Altersvorsorgedepot könnte langfristig dazu beitragen, die private Rentenlücke in Deutschland spürbar zu verkleinern. Aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten, die für langfristige Anleger relevant sind, lassen sich etwa an Wachstumswerten wie ITM Power beobachten, die zeigen, wie dynamisch Aktieninvestments sein können.

Quellen: Bundestag.de, Bundesregierung.de, Bundesfinanzministerium.de, finanzen.net, boerse-online.de

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