Vollkorntoast bei Öko-Test: Zwei günstige Eigenmarken sind Testsieger

Toastbrot im Öko-Test
Foto: Pexels

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Toastbrot gehört zu den meistgekauften Brotsorten in Deutschland. Öko-Test hat deshalb 17 Vollkorntoast-Produkte aus Supermärkten, Discountern und Bioläden untersuchen lassen. Das Ergebnis fällt insgesamt ordentlich aus: Kein Produkt war schlechter als „befriedigend“. Die Bestnote erhielten allerdings nur zwei günstige Eigenmarken.

Edeka und Netto überzeugen im Vollkorntoast-Test

Gemeinsame Testsieger sind der „Gut & Günstig Vollkorn Toast“ von Edeka und der „Kornmühle Vollkorntoast“ von Netto Marken-Discount. Beide Produkte wurden mit „sehr gut“ bewertet und kosteten zum Zeitpunkt des Tests jeweils 79 Cent pro 500-Gramm-Packung.

Positiv bewerteten die Tester unter anderem, dass beide Toastbrote ohne süßende Zutaten wie Zucker, Invertzucker oder Sirup auskommen. Auch bei der Laboruntersuchung zeigten sich keine problematischen Auffälligkeiten. Damit beweist der Test, dass ein empfehlenswerter Vollkorntoast nicht teuer sein muss.

Zucker und Sirup führen zu Abwertungen

Bei zahlreichen anderen Produkten entdeckte Öko-Test süßende Zutaten. Dazu gehörten beispielsweise Zucker, Dextrose, Invertzuckersirup oder Malzsirup. Aus Sicht der Tester sind solche Zusätze in einem Vollkorntoast nicht notwendig.

Produkte mit süßenden Zutaten wurden deshalb teilweise abgewertet. Der Zusatz bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein Toastbrot besonders viel Zucker enthält oder grundsätzlich ungesund ist. Entscheidend sind die konkrete Menge, die gesamte Zusammensetzung und die individuelle Ernährung.

Vollkorntoast enthält grundsätzlich deutlich mehr Ballaststoffe als heller Buttertoast. Nach Angaben von Öko-Test sind es etwa 7,5 Gramm pro 100 Gramm, während heller Toast auf rund 3,1 Gramm kommt. Noch ballaststoffreicher kann jedoch klassisches Vollkornbrot sein.

Pestizidrückstände in einigen konventionellen Produkten

Glyphosat wurde nach den veröffentlichten Testergebnissen in keinem der untersuchten Vollkorntoaste nachgewiesen. In einigen konventionell hergestellten Produkten fand das Labor jedoch Rückstände anderer Pestizide.

Öko-Test beanstandete dabei unter anderem den Wirkstoff Deltamethrin. Statt daraus eine pauschale akute Gesundheitsgefahr abzuleiten, ist eine differenzierte Einordnung wichtig: Die festgestellten Rückstände flossen in die Bewertung der Produkte ein. Welche unmittelbare Gefahr von einem einzelnen Toastbrot ausgeht, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Der „Goldähren Vollkorntoast“ von Aldi erreichte trotz festgestellter Pestizidspuren noch das Gesamturteil „gut“. Eine bessere Bewertung verhinderten unter anderem süßende Zutaten.

Bio-Vollkorntoast bleibt ohne Pestizidrückstände

Die fünf getesteten Bio-Vollkorntoaste waren frei von nachweisbaren Pestizidrückständen. Dennoch erreichte keines der Bio-Produkte die Bestnote „sehr gut“.

Grund dafür waren vor allem süßende Zutaten wie Rohrohrzucker, Dextrose oder verschiedene Malzsirupe. Ein Produkt wurde zudem wegen seines vergleichsweise hohen Salzgehalts abgewertet. Die Bio-Toasts erhielten insgesamt Bewertungen zwischen „gut“ und „befriedigend“.

Günstige Toastbrote schneiden am besten ab

Das Testergebnis zeigt, dass Preis und Qualität bei Vollkorntoast nicht zwangsläufig zusammenhängen. Ausgerechnet zwei der günstigsten Produkte im Vergleich erreichten die Bestnote.

Verbraucher können beim Einkauf vor allem einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Ein hoher Vollkornanteil, möglichst wenige unnötige Zusätze und der Verzicht auf zusätzliche Süßungsmittel sprechen für ein vergleichsweise schlicht zusammengesetztes Produkt.

Der vollständige Test erschien 2025 bei Öko-Test. Rezepturen und Preise können sich seit der Untersuchung geändert haben. Verbraucher sollten deshalb die aktuellen Angaben auf der Verpackung beachten.

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