
Der Trump China Besuch steht unmittelbar bevor: US-Präsident Donald Trump reist vom 13. bis 15. Mai 2026 zu einem Staatsbesuch nach Peking — dem ersten Besuch eines amtierenden US-Präsidenten in China seit fast neun Jahren. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Staats- und Parteichef Xi Jinping stehen laut übereinstimmenden Medienberichten der anhaltende Iran-Krieg, Handelsfragen, Seltenerdmetalle, Künstliche Intelligenz und der Taiwan-Konflikt.
Das Programm des Staatsbesuchs ist dicht: Nach seiner Ankunft in Peking am Mittwochabend (13. Mai) soll Trump am Donnerstag an einer offiziellen Willkommenszeremonie teilnehmen und bilaterale Gespräche mit Xi Jinping führen. Auf dem Programm stehen außerdem ein Besuch des Himmelstempel-Parks sowie ein Staatsbankett. Im Kern geht es Trump nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent vor allem darum, China zur Nutzung seines Einflusses auf Teheran zu bewegen. Die USA kritisieren, dass China trotz des laufenden Iran-Krieges weiterhin iranisches Öl kauft und damit Teheran wirtschaftlich stützt. Der Besuch war ursprünglich für Anfang April geplant, wurde jedoch wegen der eskalierenden Lage im Iran-Krieg zunächst verschoben.
Auch beim Thema Handel sollen die Gespräche Fortschritte bringen. Nach dem Busan-Gipfel im Jahr 2025 wurden die US-Zölle auf chinesische Waren von 57 auf 47 Prozent gesenkt. Beobachter erwarten nun eine weitere Annäherung, die auch europäische und deutsche Exporteure entlasten könnte. Besonders die EU pocht darauf, dass bestehende Handelszusagen eingehalten werden.
Für die deutsche Wirtschaft hat der Gipfel besondere Bedeutung. China hat zuletzt die Exporte von Seltenerdmetallen und speziellen Magneten eingeschränkt — Materialien, die für die Elektromobilität und die Rüstungsindustrie unverzichtbar sind. Deutsche Autohersteller wie BMW, Mercedes und Volkswagen sind direkt betroffen: Lieferketten wurden gestört, und die Produktionskosten steigen. BMW meldete zuletzt einen Gewinneinbruch von 23 Prozent im ersten Quartal 2026 — ein Ergebnis, das auch durch gestiegene Materialkosten infolge chinesischer Exportbeschränkungen beeinflusst wurde.
Gleichzeitig belastet der Iran-Krieg, der am 28. Februar 2026 ausbrach, die globalen Energiemärkte erheblich. Der Konflikt hat die Kerosinpreise mehr als verdoppelt und zwingt europäische Fluggesellschaften zu drastischen Kapazitätskürzungen. Sollte Trump in Peking einen Durchbruch beim Thema Iran erzielen, könnte dies die Energiepreise in Europa deutlich entlasten.
Zuletzt besuchte US-Präsident Barack Obama China im Jahr 2016. Trumps eigener erster Amtszeit-Besuch in China fand 2017 statt. Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen Washington und Peking dramatisch verschlechtert: Handelskrieg, Technologie-Embargo, Covid-Pandemie und Taiwan-Spannungen haben das Verhältnis schwer belastet. Das Treffen in Peking wird von Experten des Council on Foreign Relations und der Brookings Institution als einer der wichtigsten diplomatischen Termine des Jahres 2026 bewertet. Weltführer von Singapur bis Brüssel beobachten den Gipfel mit Spannung — nicht zuletzt wegen der möglichen Auswirkungen auf den Iran-Konflikt und die globalen Lieferketten.
Konkrete Ergebnisse erwartet werden in mehreren Bereichen: Erstens soll es Fortschritte bei der Wiederaufnahme von Exporten seltener Erden in die USA und nach Europa geben. Zweitens sind Gespräche über ein mögliches Handelsrahmenabkommen nach dem Modell des sogenannten Boards of Trade geplant, das ein System des verwalteten Handels etablieren und mehr Planungssicherheit schaffen soll. Drittens hofft Washington auf ein Signal aus Peking in Richtung Teheran — etwa durch eine Reduktion des chinesischen Ölkaufs aus dem Iran. Ob diese Erwartungen erfüllt werden, bleibt offen. Der Iran selbst hatte erst kürzlich auf einen US-Waffenstillstandsplan reagiert, ohne einen Durchbruch zu erzielen.
Quellen: Euronews, Al Jazeera, Bloomberg, CNBC, Council on Foreign Relations, World Economic Forum
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