Ulrike Nasse-Meyfarth wird 70 Jahre alt

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Ulrike Nasse-Meyfarth feiert am 4. Mai 2026 ihren 70. Geburtstag. Die gebürtige Frankfurterin zählt zu den größten Sportlegenden Deutschlands – und zu den bemerkenswertesten Karrieren der Leichtathletik-Geschichte überhaupt. Mit 16 Jahren holte sie Gold bei den Olympischen Spielen in München, zwölf Jahre später in Los Angeles erneut die olympische Goldmedaille. Ihre Geschichte ist ein einzigartiges Stück deutsches Sportmärchen.

Ulrike Nasse-Meyfarth: Goldmedaille mit 16 Jahren in München

Es war eine der größten Sensationen der deutschen Sportgeschichte: Ulrike Nasse-Meyfarth sprang bei den Olympischen Spielen 1972 in München mit einer Höhe von 1,92 Meter zu Gold und stellte dabei Weltrekord auf. Mit erst 16 Jahren wurde sie zur jüngsten Olympiasiegerin in einer Einzel-Leichtathletik-Disziplin – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Die Hochspringerin hatte die Messlatte an diesem Abend nicht nur buchstäblich überquert, sondern auch die Erwartungen einer ganzen Nation übertroffen.

Der plötzliche Ruhm erwies sich für die junge Athletin allerdings als zweischneidiges Schwert. Nach dem Triumph von München folgten Jahre der Stagnation – die Konkurrenz hatte aufgeholt, und das Teenager-Wundermädchen musste sich erst finden. Doch Ulrike Nasse-Meyfarth gab nicht auf: Mit Disziplin und hartem Training kämpfte sie sich zurück an die Weltspitze. 1982 verbesserte sie bei der Europameisterschaft in Athen den Weltrekord auf 2,02 Meter und sicherte sich den Titel der Europameisterin. Im Jahr darauf sprang sie in London erneut Weltrekord – diesmal 2,03 Meter.

Zweites Olympia-Gold 1984: Ein historisches Comeback

Den krönenden Abschluss ihrer Laufbahn bildeten die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles. Ulrike Nasse-Meyfarth gewann dort erneut Gold im Hochsprung und krönte damit eine Karriere, die in der Geschichte der Leichtathletik einmalig dasteht: Keine Hochspringerin hat je zwölf Jahre nach dem ersten Olympiasieg nochmals den Titel geholt. Das bedeutet, dass dieselbe Athletin bei zwei völlig unterschiedlichen Generationen von Konkurrentinnen siegreich war – als Teenager und als erfahrene Wettkämpferin.

In den Jahren 1981 bis 1984 wurde sie viermal in Folge zur deutschen Sportlerin des Jahres gewählt – eine Auszeichnung, die ihre dominante Stellung im deutschen Sport dieser Ära unterstreicht. Auch Franziska van Almsick, eine weitere deutsche Sportlegende, kennt den besonderen Druck, der mit frühem Ruhm verbunden ist – und sprach offen darüber, wie sie damit umging.

Ulrike Nasse-Meyfarth heute: Trainerin und Botschafterin

Nach ihrer aktiven Karriere blieb Ulrike Nasse-Meyfarth dem Sport eng verbunden. Die Diplom-Sportlehrerin arbeitet seit 1997 beim TSV Bayer 04 Leverkusen als Trainerin und Talentscout – und gibt damit ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die nächste Generation weiter. Sie lebt mit ihrem Ehemann Roland Nasse, den sie 1987 heiratete, in Odenthal im Bergischen Land nahe Köln. Das Paar hat zwei Töchter.

Als Stimme des deutschen Sports nimmt sie auch zu sportpolitischen Fragen Stellung. Die Olympia-Bewerbung in NRW, bei der Köln als Lead City der Rhein-Ruhr-Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 und 2044 antritt, verfolgt sie aufmerksam. Die nationalen Ausscheidungsverfahren des DOSB soll sie dabei laut Medienberichten kritisch sehen – die zweifache Olympiasiegerin weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, wenn sportliche Entscheidungen unter politischem Druck getroffen werden.

Ausblick: Eine Ikone des deutschen Sports wird 70

Zum 70. Geburtstag blickt Deutschland auf eine Sportlerin, die wie kaum eine andere für Beharrlichkeit, Comeback-Qualitäten und sportliche Klasse steht. Ulrike Nasse-Meyfarth hat zweimal olympisches Gold gewonnen, dreimal Weltrekord aufgestellt und viermal die Auszeichnung als Sportlerin des Jahres erhalten. Ihr Leben zeigt: Wahre Größe entsteht nicht allein durch frühen Erfolg, sondern durch die Fähigkeit, nach Niederlagen aufzustehen und noch einmal anzugreifen. Ihr Jubiläum ist Anlass, eine der faszinierendsten Karrieren der deutschen Sportgeschichte zu würdigen – und eine Frau, die den Hochsprung in Deutschland wie keine andere geprägt hat.

Quellen: leichtathletik.de, Wikipedia, FAIRspielen.de

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