
Münster. In Münster plant die Stadt Änderungen auf der Buslinie 4, um die Situation für Schüler aus Gelmer zu verbessern. Hintergrund sind seit längerem gemeldete Kapazitätsprobleme auf der morgendlichen Verbindung in Richtung Innenstadt. Wie die Stadt Münster mitteilt, sollen Fahrplan und Organisation der Fahrten nach den Osterferien 2026 angepasst werden.
Insbesondere der morgendliche Schülerverkehr aus dem nördlichen Stadtteil steht dabei im Mittelpunkt. Die geplanten Maßnahmen sollen den Transport zuverlässiger machen und die Belastung in einzelnen Fahrten reduzieren.
Seit längerer Zeit berichten Familien aus Gelmer über überfüllte Busse auf der Linie 4. Besonders betroffen ist eine morgendliche Fahrt kurz nach sieben Uhr, die von der Haltestelle St. Josef an der Gittrupper Straße startet und zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Richtung Innenstadt bringt. Diese Verbindung gilt im Verkehr Münster als wichtige Strecke für den Schulweg.
Nach Angaben der Verwaltung zeigen automatische Fahrgastzählungen, dass der eingesetzte Solobus in diesem Abschnitt regelmäßig nahezu ausgelastet ist. Die maximale Belegung lag demnach bei rund 55 Fahrgästen, während die Kapazität des Fahrzeugs bei etwa 60 Plätzen liegt. Bereits wenige Haltestellen nach der Abfahrt steigt die Auslastung deutlich an.
Nach übereinstimmenden Berichten aus der Kommunalpolitik ist der Bus häufig schon an der dritten Haltestelle nahezu vollständig besetzt. Spätestens ab der Haltestelle Zur Eckernheide müssen viele Fahrgäste stehen. Bis zur Piusallee führt die Strecke über zahlreiche weitere Haltestellen, an denen zusätzliche Fahrgäste zusteigen möchten. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass Wartende nicht mehr einsteigen können.
Die Situation beschäftigt seit einiger Zeit auch die Kommunalpolitik. In Anfragen wurde darauf hingewiesen, dass Schülerinnen und Schüler auf der rund zwanzigminütigen Fahrt teilweise unter sehr beengten Bedingungen unterwegs sind. Die Diskussion um die Buslinie 4 Münster zählt daher regelmäßig zu den Themen in den Nachrichten aus Münster, insbesondere wenn es um Schulwege und den öffentlichen Nahverkehr im Nordosten der Stadt geht.
Auf die anhaltenden Beschwerden reagiert die Stadt nun mit geplanten Anpassungen im Fahrplan. Wie das Amt für Mobilität und Tiefbau mitteilt, bereiten die Stadtwerke Münster eine Überarbeitung der morgendlichen Fahrten auf der Buslinie 4 vor. Die Änderungen sollen mit dem Fahrplanwechsel nach den Osterferien 2026 umgesetzt werden.
Ein zentraler Ansatz besteht darin, zusätzliche Verstärkerfahrten zeitlich enger an die stark ausgelasteten Linienfahrten anzubinden. Ziel ist es, die Fahrgastströme besser zu verteilen und die Belastung einzelner Busse zu reduzieren. Dadurch soll der Schülertransport Gelmer stabiler organisiert werden.
Parallel dazu wird geprüft, ob künftig Fahrzeuge mit größerer Kapazität eingesetzt werden können. Perspektivisch kommt dabei auch der Einsatz von Gelenkbussen in Betracht, die deutlich mehr Sitz und Stehplätze bieten. Bisher war dies unter anderem deshalb schwierig, weil ein beauftragtes Subunternehmen auf diesem Streckenabschnitt keine entsprechenden Fahrzeuge einsetzen konnte.
Eine kurzfristige Lösung vor dem geplanten Fahrplanwechsel sieht die Verwaltung derzeit nicht. Als Übergang verweist sie auf eine bestehende Verstärkerfahrt kurz vor sieben Uhr morgens, die bislang noch freie Kapazitäten aufweist. Diese Verbindung kann von Schülerinnen und Schülern genutzt werden, die Schulen in der Innenstadt erreichen müssen.
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