Automationsspezialist Springer aus Stuhr unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

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Symbolbild: Evan Wise

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Die Springer GmbH aus Stuhr bei Bremen befindet sich unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Das Amtsgericht Syke ordnete Anfang März 2026 entsprechende Maßnahmen an. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens läuft nach aktuellen Angaben zunächst weiter.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann bestellt. Er soll sich nun einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens verschaffen und mögliche Sanierungsoptionen prüfen.

Betrieb läuft zunächst weiter

Trotz der eingeleiteten Insolvenzmaßnahmen wird der Geschäftsbetrieb der Springer GmbH vorerst fortgeführt. Kundenaufträge sollen weiterhin bearbeitet werden, während parallel an einer wirtschaftlichen Stabilisierung gearbeitet wird.

Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind in den ersten Monaten des Verfahrens über das sogenannte Insolvenzgeld abgesichert. Dadurch soll der Betrieb zunächst ohne unmittelbare finanzielle Engpässe weiterlaufen können.

Parallel führt der vorläufige Insolvenzverwalter Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern.

Rund 100 Beschäftigte am Standort Stuhr

Die Springer GmbH beschäftigt nach aktuellen Angaben rund 100 Mitarbeiter am Standort Stuhr in Niedersachsen. Das Unternehmen arbeitet im Bereich industrieller Automationslösungen.

Nach Berichten zum Verfahren ist eine tschechische Tochtergesellschaft mit rund 20 Beschäftigten von der aktuellen Insolvenzmaßnahme nicht betroffen.

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Für die Belegschaft geht es nun darum, ob im Zuge des Verfahrens eine langfristige Fortführungslösung gefunden werden kann.

Spezialist für Presswerk-Automation

Die Springer GmbH ist auf Automationslösungen für industrielle Fertigungsprozesse spezialisiert. Ein Schwerpunkt liegt auf Anlagen und Systemen für Presswerke und den Karosseriebau in der Automobilindustrie.

Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen unter anderem Greifersysteme und Automationslösungen für die Handhabung von Bauteilen in Fertigungslinien. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Lösungen für komplexe Produktionsprozesse auch außerhalb der Automobilbranche.

Nach eigenen Angaben deckt das Unternehmen die gesamte Projektkette ab, von der Planung über Konstruktion und Montage bis zur Inbetriebnahme.

Sanierung und Investorensuche möglich

Im Zuge der vorläufigen Insolvenzverwaltung wird nun geprüft, ob sich eine Sanierungslösung für das Unternehmen finden lässt. Häufig werden in solchen Verfahren Investoren gesucht, die das Unternehmen ganz oder teilweise übernehmen.

Ob eine Fortführung der Springer GmbH möglich ist, hängt von den Ergebnissen der laufenden Gespräche und der wirtschaftlichen Bewertung des Unternehmens ab.

Der vorläufige Insolvenzverwalter soll in den kommenden Wochen die Grundlage für die nächsten Schritte im Verfahren schaffen.

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