Große Prozession in Münster: Bischof Heiner Wilmer zieht erstmals mit

Große Prozession Münster 2026: Bischof Heiner Wilmer nimmt erstmals teil. Route, Uhrzeiten und Hintergründe im Überblick.
Die Nachbildung des historischen Pestkreuzes wir der Großen Prozession durch die Innenstadt von Münster vorangetragen. © Bistum Münster

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Münster. Die Große Prozession in Münster führt am Sonntag, 5. Juli 2026, wieder durch die Innenstadt. Für das Bistum hat der traditionsreiche Buß- und Bittgang in diesem Jahr eine besondere Bedeutung: Zum ersten Mal nimmt Münsters neuer Bischof Heiner Wilmer an der Großen Prozession teil. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr mit einer Statio in der St.-Lamberti-Kirche. Anschließend zieht die Prozession durch die Altstadt zum Domplatz.

Route führt durch die Innenstadt zum Domplatz

Die Große Prozession startet an der St.-Lamberti-Kirche und führt anschließend durch zentrale Straßen der münsterschen Innenstadt. Die offizielle Route verläuft über Salzstraße, Klosterstraße, Verspoel, Ludgeristraße und Prinzipalmarkt bis zum Domplatz. Dort beginnt um 11 Uhr im St.-Paulus-Dom das Pontifikalamt mit Bischof Heiner Wilmer.

Wegen der Feierlichkeiten fallen die regulären Dommessen um 10 Uhr und 11.45 Uhr an diesem Sonntag aus. Zusätzlich ist um 15 Uhr eine Vesper im Dom angekündigt.

Heiner Wilmer erstmals bei der Großen Prozession

Für Heiner Wilmer ist die Teilnahme an der Großen Prozession ein früher öffentlicher Auftritt in seinem neuen Amt. Er wurde am 21. Juni 2026 offiziell als neuer Bischof von Münster eingeführt. Zuvor war Wilmer Bischof von Hildesheim. Seit Februar 2026 ist er außerdem Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Bistum Münster gilt mit rund 1,6 Millionen Katholiken als mitgliederstärkstes Bistum Deutschlands. Entsprechend groß ist die symbolische Bedeutung der ersten Teilnahme Wilmers an der traditionsreichen Prozession durch die Stadt.

Tradition reicht bis ins Jahr 1382 zurück

Die Große Prozession in Münster gehört zu den ältesten religiösen Traditionen der Stadt. Ihr Ursprung reicht bis ins Jahr 1382 zurück. Damals starben in Münster mehr als 8.000 Menschen an der Pest. Nach Pest und einem schweren Stadtbrand entstand das Gelöbnis, künftig regelmäßig um Schutz vor Unglücken zu bitten.

Bis heute ist die Prozession ein überpfarrlicher Buß- und Bittgang durch die Altstadt. Dabei wird eine Nachbildung des historischen Pestkreuzes vorangetragen. Das Original befindet sich im Stephanschor des St.-Paulus-Doms.

Pontifikalamt mit Musik und internationaler Beteiligung

Das Pontifikalamt im Dom wird nicht allein von Bischof Heiner Wilmer gefeiert. Als Konzelebranten sind unter anderem Weihbischof Stefan Zekorn, Stadtdechant Ulrich Messing, Dompropst Hans-Bernd Köppen und Pater Biju Joseph angekündigt.

Auch die italienische Gemeinde gestaltet den Gottesdienst mit. Musikalisch wirken der Projektchor des Stadtdekanats, das Bläserensemble blechgewand(t) und Domorganist Thomas Schmitz mit. Damit verbindet die Große Prozession in Münster historische Tradition, liturgische Feier und die internationale Vielfalt des katholischen Lebens in der Stadt.

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