Tornado in Texas: Mindestens zwei Tote und Häuser zerstört

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Schwere Tornados haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 25. und 26. April 2026, den Norden des US-Bundesstaats Texas verwüstet. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt, und mehr als 20 Familien verloren ihre Häuser. Der Nationale Wetterdienst der USA (National Weather Service) bestätigte mehrere Tornados in der Region, darunter einen besonders zerstörerischen EF-2-Tornado im Bezirk Wise County.

EF-2-Tornado in Runaway Bay: Windgeschwindigkeiten bis 217 km/h

Das Epizentrum der Verwüstung lag in der Kleinstadt Runaway Bay im Wise County, westlich von Dallas. Dort wütete ein EF-2-Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 Meilen pro Stunde – das sind rund 217 Kilometer pro Stunde. Häuser wurden von ihren Fundamenten gerissen, Fahrzeuge umgeworfen und Strommasten geknickt. Nach dem Tornado waren rund 1.690 Haushalte in Runaway Bay ohne Strom.

Nur wenige Kilometer entfernt, im Parker County bei Springtown, traf ein schwächerer, aber dennoch gefährlicher EF-1-Tornado mit Windgeschwindigkeiten von rund 105 Meilen pro Stunde (169 km/h) ein. Auch dort wurden Häuser beschädigt und Infrastruktur zerstört. Weitere 248 Haushalte blieben ohne Stromversorgung.

Fernsehteams des Lokalsenders FOX 4 Dallas-Fort Worth berichteten von umgefallenen Stromleitungen, schwer beschädigten Gebäuden und auf der Seite liegenden Fahrzeugen. Rettungskräfte und freiwillige Helfer rückten in der Nacht aus, um Vermisste zu suchen und Verletzte zu versorgen. Mindestens sechs Menschen mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Tote und obdachlose Familien: Das Ausmaß der Verwüstung

Bis zum Sonntagmorgen bestätigten lokale Behörden mindestens zwei Todesopfer. Wer die Opfer sind und unter welchen Umständen sie ums Leben kamen, war zunächst nicht bekannt. Mehr als 20 Familien verloren durch die Tornados ihre Unterkünfte und mussten in Notunterkünften oder bei Verwandten untergebracht werden.

Der National Weather Service klassifizierte den Tornado in Runaway Bay offiziell als EF-2 auf der Erweiterten Fujita-Skala, die von EF-0 (schwacher Tornado) bis EF-5 (katastrophal) reicht. Ein EF-2-Tornado gilt als erheblicher Tornado, der Dächer abreißt, Mobilheime zerstört und große Bäume entwurzelt.

Die Tornados treffen Texas zu einem Zeitpunkt, an dem das Land durch zahlreiche andere Ereignisse ohnehin angespannt ist: Parallel zu den Katastrophenhilfe-Einsätzen in Texas bereiten sich die USA auf den Staatsbesuch von König Charles III. vor, der seit Montag in Washington weilt. Auch die anhaltenden Spannungen rund um den Iran-Krieg beschäftigen die amerikanische Öffentlichkeit. Caren Miosga beleuchtete diese geopolitischen Spannungen erst am Sonntagabend in der ARD.

Tornadosaison 2026: Texas besonders häufig betroffen

Texas gehört zu dem geografischen Gebiet, das als Tornado Alley bekannt ist – einem Korridor in den Great Plains der USA, der besonders häufig von Tornados heimgesucht wird. In der klassischen Tornadosaison von März bis Juni können Kaltluftfronten aus Kanada auf warme, feuchte Luftmassen aus dem Golf von Mexiko treffen und starke Gewitterzellen mit rotierenden Aufwinden, sogenannte Superzellen, erzeugen.

Der April 2026 hat in Texas bereits mehrfach für extremes Wetter gesorgt. Die Kombination aus La-Niña-Effekten im Pazifik und überdurchschnittlich warmem Golfwasser hat die Bedingungen für schwere Tornados in diesem Jahr begünstigt, wie Meteorologen erklärten.

Auch in Deutschland sind Warnsysteme bei Unwettern ein wichtiges Thema: Beim nationalen Warntag wurden Sirenen und Handywarnungen getestet, damit die Bevölkerung im Ernstfall schnell informiert wird – ein System, das sich in Texas in der Nacht zum 26. April bewährt hat, als Cell Broadcast-Alarme tausende Anwohner frühzeitig warnten.

Quellen: PBS News, FOX 4 Dallas-Fort Worth, National Weather Service, Texas Storm Chasers

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