Russische Schattenflotte: Ukraine greift zwei Tanker an

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Die russische Schattenflotte steht erneut im Visier der Ukraine: Praesident Wolodymyr Selenskyj hat bestaetigt, dass ukrainische Streitkraefte zwei Tanker der russischen Schattenflotte angegriffen haben. Die Schiffe befanden sich in Gew??ssern vor dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Der Angriff ist Teil der ukrainischen Strategie, Russlands Oeleinnahmen zu unterbinden und damit die Kriegsfinanzierung zu schw??chen.

Russische Schattenflotte: Ukraine greift Tanker mit Marinedrohnen an

Laut ukrainischen Medienberichten sollen beim Angriff auf die beiden Tanker Marinedrohnen vom Typ Sea Baby eingesetzt worden sein. Die Schiffe der russischen Schattenflotte befanden sich demnach auf dem Weg in den Hafen von Noworossijsk – einem der wichtigsten russischen Oelexport-Terminals am Schwarzen Meer. Selenskyj tat die Aktion als Teil der laufenden ukrainischen Seekrieg-Offensive kund. Russland verurteilte die Angriffe scharf und warf der Ukraine Seepiraterie vor. Die betroffenen Tanker sollen schwer beschaedigt worden sein. Ukraine setzt damit seine maritime Offensive gezielt gegen Schiffe fort, die Russland trotz westlicher Sanktionen fuer den Oeltransport nutzt. Die EU hat der Ukraine zuletzt ein 90-Milliarden-Hilfspaket zugesagt – auch um den wirtschaftlichen Druck auf Russland weiter zu erhoehen.

Russische Schattenflotte: Was steckt dahinter?

Die sogenannte Schattenflotte umfasst Hunderte von Tankern und Frachtschiffen, die Russland einsetzt, um westliche Oelsanktionen zu umgehen. Die Schiffe fahren meist unter Flaggen von Drittstaaten – etwa Kamerun, Gabun oder Palau – und sind oft kaum oder gar nicht versichert. Versicherungsexperten und Umweltschutzorganisationen warnen seit Langem vor den damit verbundenen Risiken: Eine Havarie eines schlecht gewarteten und unversicherten Tankers auf der Ostsee oder dem Schwarzen Meer koennte zu einer erheblichen Umweltkatastrophe fuehren. Die EU hat die Regelungen fuer die Einfahrt solcher Schiffe in europaeische Gewaesser zwar verscharft – die praktische Durchsetzung bleibt aber lueckenhaft. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius betonte zuletzt, Europa muesse mehr Verantwortung fuer seine eigene Sicherheit uebernehmen – das gilt auch im maritimen Bereich.

EU-Sanktionen gegen die russische Schattenflotte

Die Europaeeische Union hat ihre Sanktionen gegen die russische Schattenflotte in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Derzeit stehen 632 Schiffe auf der EU-Sanktionsliste. Ein Rueckversicherungsverbot fuer Schiffe der Schattenflotte soll deren Einsatzfaehigkeit weiter einschraenken. Erstmals sanktionierte die EU auch Drittlandunternehmen – darunter chinesische Raffinieren und Haendler, die russisches Rohoel kaufen. Doch trotz dieser Massnahmen passieren laut Berichten zahlreiche Schattenflotten-Schiffe weiterhin europaeische Gewaesser. Allein in Deutschland liessen Behoerden laut Medienberichten 19 von 20 solcher Schiffe bei der Einfahrt in die Ostsee passieren, ohne einzugreifen. Die Wirksamkeit der Sanktionen haengt deshalb wesentlich davon ab, wie konsequent sie auch in der Praxis durchgesetzt werden.

Russische Schattenflotte: Auswirkungen auf Russlands Oelexporte

Der Angriff auf die beiden Tanker koennte spuerbare Auswirkungen auf die russischen Oelexporte haben. Laut Berechnungen koennte der Exporthafen Noworossijsk einen Rueckgang des Frachtaufkommens von bis zu 38 Prozent verzeichnen, sollten die Angriffe auf die Schattenflotte weitergehen. Der Hafen Ust-Luga koennte demnach sogar bis zu 43 Prozent weniger Exportgut abfertigen. Russlands Staatshaushalt ist in erheblichem Masse von den Erlosen aus dem Oelgeschaeft abhaengig. Jeder erfolgreiche Angriff auf einen Tanker trifft damit nicht nur die Schiffseigneer, sondern auch die russische Kriegskasse direkt. Die Ukraine setzt auf diese maritime Druckstrategie als Ergaenzung zu den westlichen Wirtschaftssanktionen – mit dem Ziel, Moskaus Handlungsspielraum weiter einzuengen.

Quellen: Handelsblatt, t-online, Tagesspiegel, Bundesregierung, energiezukunft.eu

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